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Knie-Operationen

Bertelsmann-Studie: DKG weist „pauschale Verdächtigung“ zurück

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Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, hat die Kritik aus einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung an Knieoperationen zurückgewiesen. Patienten mit Knieproblemen hätten in der Regel einen langen Leidensweg hinter sich, ehe operiert werde, so Baum. Statistische Auswertungen griffen hier zu kurz. Entscheidend sei die individuelle Situation der Patienten. Anhand statistischer Werte werde mit der Studie versucht, den Anschein einer stationären Überversorgung zu erwecken. „Die pauschale Verdächtigung, die Krankenhäuser würden aus nichtmedizinischen Gründen Patienten operieren, hat keine Grundlage“, so Baum.

Die Studie der Bertelsmann Stiftung hatte ergeben, dass in Deutschland wieder mehr künstliche Kniegelenke eingesetzt werden. Zwischen 2013 und 2016 ist die Zahl der Eingriffe von 143.000 auf 169.000 gestiegen. Dieser Trend sei weder durch medizinische noch durch demographische oder geografische Einflussfaktoren erklärbar, so die Studienautoren. Kritisch sehen sie unter anderem, dass bei den unter 60-Jährigen die Operationszahlen überproportional gestiegen sind. Nicht zu erklären seien zudem die regionalen Unterschiede. Während beispielsweise in Bayern die Zahl der Eingriffe je 100.000 Einwohner bei 260 lag, waren es in Berlin lediglich 153.

Autor

 Hendrik Bensch

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