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Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen

DKG: Kassen sparen zu Lasten der Kliniken

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Nachdem das Bundesgesundheitsministerium (BMG) gestern die aktuellen Zahlen zu den Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen bekannt gab, äußerte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) nun Kritik.

Das BMG teilte mit, dass von den gesetzlichen Krankenkassen im ersten Quartal 2018 ein Überschuss von rund 416 Millionen Euro erzielt wurde. Die nun ebenfalls vorliegenden endgültigen Jahresergebnisse 2017 ergäben einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro – dies seien rund 350 Millionen Euro mehr als in den vorläufigen Werten ausgewiesen. Damit seien die Finanzreserven der Krankenkassen bis Ende März 2018 auf rund 19,9 Milliarden Euro gestiegen. Im Durchschnitt entspreche dies mehr als einer Monatsausgabe und damit mehr als dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve.

Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der DKG, äußerte darauf Kritik zur finanziellen Entwicklung der gesetzlichen Krankenkassen: "Mit 2,1 Prozent steigen die Aufwendungen der Krankenkassen für die Krankenhausbehandlungen nur unterdurchschnittlich. Dies bestätigt die Beobachtungen der Krankenhäuser, dass wieder mehr Häuser in die roten Zahlen rutschen. Die Ursache für die gedämpften Erlöszuwächse liegt in der Verweigerung von Vergütungen, die beispielsweise für Einstufungen in der Pflegeversicherung vereinbart sind, aber nicht durch die Krankenkassen zur Auszahlung kommen."

Autor

 Philipp Schwehm

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