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Die Karten offenlegen

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Der neue Krankenhaus Rating Report 2018 kommt zu dem Ergebnis, dass sich die durchschnittliche wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in den vergangenen Jahren verbessert hat. Ungünstige Krankenhausstrukturen wurden und werden dabei immer häufiger infrage gestellt. Gute Ideen, wie durch eine stärkere Zentralisierung sowohl die Versorgung als auch die Wirtschaftlichkeit verbessert werden können, gibt es viele. In manchen Regionen findet man inzwischen auch den Mut dazu, diese umzusetzen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Vor dem Hintergrund der sich allmählich verknappenden Ressourcen vor allem im Bereich des Fachpersonals ist sie aber auch bitter nötig. Denn bis 2025 werden wir allein im Krankenhausbereich mindestens 80.000 mehr Fachkräfte in den medizinischen Diensten benötigen, um den Status quo der Versorgung halten zu können. Hinzu kommen weitere 80.000 Pflegefachkräfte in der Altenpflege. Im Gegenzug sinkt bis 2025 die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter um vier Prozent.

Ohne die Optimierung der Strukturen und Prozesse, den Einsatz moderner Technologie zur Einsparung wertvoller Arbeitszeit und die Ausweitung der Zahl der medizinischen Fachkräfte werden wir die steigende Zahl an Patienten nicht auf dem heutigen Qualitätsniveau versorgen können. Dazu braucht es neue und attraktive Berufsbilder, Innovationsoffenheit, unternehmerische Freiheit, Mut zur Umsetzung und viel Durchhaltevermögen. Voraussetzungen dafür sind der Abbau von Regulierung, Schaffung von Vertrauen und die Übernahme von Verantwortung für die gesamte Versorgung vor Ort bei gleichzeitiger Vorgabe von Qualitätszielen für die Leistungserbringung. Derzeit herrscht allerdings eine Misstrauenskultur vor, die stattdessen mehr Regulierung hervorbringt und damit den Ressourcenbedarf sogar noch erhöht. Dem lässt sich nur entgegenwirken durch ein Offenlegen der Karten. Denn Vertrauen wird durch sichtbare Qualität und Mut zur Transparenz geschaffen. Die überfällige elektronische Patientenakte würde dieses Vorhaben übrigens am besten unterstützen.

Autor

Prof. Dr. Boris Augurzky

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