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Offener Brief zur Personalbemessung Psychiatrie

Psychiatrische Einrichtungen fordern Transparenz und angemessene Vergütung

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Betriebsräte und Personalräte aus knapp 100 psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen und Fachabteilungen fordern in einem offenen Brief an den Bundesgesundheitsminister, den G-BA, die DKG, den GKV-SV und den Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag mehr Transparenz und eine angemessene Vergütung und treten für bedarfsgerechte Mindeststandards in der Krankenhauspsychiatrie ein. In dem Schreiben stellen sie unter anderem dar, dass die bisherige Entwicklung des 2016 verabschiedeten PsychVVG mit großer Sorge beobachtet werde.

Der Brief enthält mehrere Forderungen und Kritikpunkte zur Personalbemessung in stationären psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen. Unter anderem geht aus dem Papier hervor, dass das PsychVVG zwar wesentliche Schritte in die richtige Richtung enthalte, gleichzeitig mit PEPP als Abrechnungssystem sowie dem bundesweiten Krankenhausvergleich jedoch stark pauschalierende Aspekte und Wettbewerbselemente enthalten sind, die zu Fehlentwicklungen bei der Behandlungsqualität und der Personalausstattung führen könnten, wenn keine klaren Standards gesetzt würden.  

Zwar gebe es im PsychVVG für den Bereich der stationären psychiatrischen Einrichtungen weiterhin verbindliche Personalvorgaben, die Aufarbeitung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) sei jedoch intransparent. So würden unmittelbar betroffene Beschäftigte nicht informiert und Arbeitnehmervertreter seien nicht in die Entwicklung der Mindestvorgaben für die Personalausstattung eingebunden. Bislang sei völlig unklar, wie die neuen Mindeststandards praktisch aussehen könnten, heißt es in dem Schreiben weiter. 

Das ausführliche Positionspapier zu Psych-PVplus ist auf der Webseite von Verdi einzusehen. 

Autor

 Philipp Schwehm

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