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Katholische Krankenhäuser kritisieren Personal-Budget

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Die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Herauslösung der Pflegepersonalkosten aus dem bisherigen leistungsbezogenen Krankenhaus-Entgeltsystem stößt in der geplanten Form auf Kritik beim Katholischen Krankenhausverband Deutschlands (KKVD). Zwar sei in dem Vorhaben durchaus „ein positives Signal der Bundesregierung“ zu sehen, um die Pflege nachhaltig zu stärken, kommentierte der stellvertretende KKVD-Vorsitzende Ingo Morell den Gesetzentwurf gegenüber BibliomedManager. „Es ist aber fraglich, wie eine Finanzierungssäule für Pflegepersonalkosten quasi neben dem DRG-System praktisch umgesetzt werden soll.“

Morell: „Wir müssen ‚Klinik‘ heutzutage noch stärker als Gesamtsystem mit ineinander greifenden Prozessen und Synergien denken, statt uns in einzelnen Teilbereichen allzu starr zu verzetteln.“ Für einen modernen Pflegeprozess in den Krankenhäusern sei es somit notwendig, dass die Träger flexibel auf den optimalen Skill- und Qualitätsmix einwirken könnten. Zu den pflegeentlastenden Tätigkeiten zählten auch die Leistungen von Dokumentationsassistenten, Case-Managern und Servicekräften und immer stärker auch unterstützende digitale Lösungen. Auch diese Leistungen müssten bei den Pflegekosten berücksichtigt werden und folglich aus dem DRG-System herausgerechnet werden, forderte Morell.

Er kritisiert, dass über die Pflege möglicherweise andere Prozesse rückabgewickelt werden und Pflegekräfte für andere Aufgaben als vorgesehen eingesetzt werden könnten. „Durch eine fixe Finanzierungssäule für Pflegepersonalkosten wäre es möglich, dass die Mittel am Ende nicht konkret bei der Pflege am Bett ankommen.“ Morell sprach sich außerdem für den vollen finanziellen Ausgleich von Tarifsteigerungen aller neuen und bereits beschäftigten Mitarbeitenden im Krankenhaus – nicht nur der Pflegekräfte – aus.

Autor

Dr. Stephan Balling

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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