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Positionspapier

Organspende: Union will Pauschalen deutlich erhöhen

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Gesundheitspolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben ihre Ideen vorgelegt, wie sie die Zahl der Organspenden in Deutschland steigern möchten. Die AG-Gesundheit der Unionsfaktion im Bundestag hat in einem Positionspapier unter anderem vorgeschlagen, die Organentnahme höher zu vergüten, Transplantationsbeauftragte in Krankenhäusern von anderen Arbeiten freizustellen sowie mobile Betreuungsteams für kleinere Kliniken einzusetzen.

Für die Organentnahme empfehlen die Unionspolitiker, dass künftig ergänzende nicht kalkulatorische Kostenbestandteile anerkannt werden sollten. Zudem sollten die Pauschalen deutlich erhöht werden. Die bisherigen Beträge, die Krankenhäuser in Rechnung stellen könnten, würden zwar den tatsächlichen Aufwand abdecken. Sie berücksichtigten aber beispielsweise nicht den Zeitaufwand, den ein Arzt benötige, um mögliche Organspender zu ermitteln. Auch dass das Personal nach einer nächtlichen Organentnahme am nächsten Tag im Routinebetrieb fehle, werde nicht abgegolten. „Eine Organentnahme ist daher defizitär für die Entnahmekrankenhäuser und somit auch wirtschaftlich unattraktiv“, schlussfolgern die Gesundheitspolitiker. Eine bessere Vergütung würde dazu führen, dass der tatsächliche Aufwand besser abgedeckt werden könne, erklärten die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag, sowie der zuständige Berichterstatter Stephan Pilsinger.

In ihrem Positionspapier sehen die Unionspolitiker zudem vor, den Transplantationsbeauftragten in Krankenhäusern ab einer gewissen Größe von Routinearbeiten freizustellen. Vorbild hierfür könne die Regelung in Bayern sein, da sie „einfach und transparent“ sei. Eine Freistellung von Transplantationsbeauftragten sowie mehr Geld für Organentnahmen hatten Union und SPD bereits im Koalitionsvertrag angekündigt.

Die Unionspolitiker sprechen sich ferner dafür aus, kleinere Kliniken durch „mobile Organspendebetreuungsteams“ zu unterstützen. Sie sollen den Kliniken dabei helfen, den Hirntod festzustellen und das Organ zu entnehmen. Die Vorgaben für die Organentnahme sehen vor, dass zweimal innerhalb von wenigstens zwölf Stunden der Hirntod des Patienten von zwei verschiedenen Ärzten festgestellt werden muss. Darunter muss mindestens ein Facharzt für Neurologie oder Neurochirurgie sein. Kleinere Kliniken hätten diese Expertise jedoch nicht, so die Begründung der Gesundheitspolitiker.

Mit diesen und weiteren Vorschlägen wollen CDU und CSU die Zahl der Organspenden wieder erhöhen. Zwar gab es in der ersten Hälfte dieses Jahres wieder mehr Organspenden. Sie reichen aber nach wie vor nicht aus. Im vergangenen Jahr gab es bundesweit 797 Organspender, 60 weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der gespendeten Organe sank um 9,5 Prozent auf rund 2.600 Organe.

Autor

 Hendrik Bensch

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