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Pflege

Personaluntergrenzen: Verdi fordert Spahn zum Handeln auf

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Die Gewerkschaft Verdi hat das Scheitern der Verhandlungen zu Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhäusern begrüßt. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler befürwortete in einer Presseerklärung, dass kein Grenzwert festgelegt wurde, bei dem die Krankenhäuser mit der geringsten Personalausstattung als Orientierung für die Untergrenzen gelten sollen. „Das war eine Mogelpackung mit hohen Risiken für die Versorgung, die das Personal nicht entlastet hätte“, so Bühler. „Jetzt muss Bundesgesundheitsminister Jens Spahn übernehmen“, forderte sie.

Bei den Verhandlungen zur Einführung von Personaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen hatten Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und GKV-Spitzenverband keine Einigung erzielen können. Streitpunkt ist insbesondere der Grenzwert, ab dem die Zahl der Pflegekräfte in einer Klinik als ausreichend gelten soll. Die DKG hatte einen 25-Prozent-Schwellenwert abgelehnt. Dieser würde bedeuten, dass das Viertel der Kliniken mit den derzeit niedrigsten Personalquoten in der Pflege mehr Mitarbeiter einstellen müsste. DKG-Präsident Gerald Gaß bezeichnete den Wert jedoch als „willkürlich und zu hoch angesetzt“.

Verdi fordert nun Personalvorgaben für alle Bereiche im Krankenhaus, die sich am Bedarf der Patienten orientieren sollten. Nur so könne eine gute Versorgung sichergestellt und die Beschäftigten entlastet werden. Um zu einer schnellen Lösung zu kommen, sollte die Pflegepersonal-Regelung (PPR) mithilfe einer Expertenkommission weiterentwickelt werden.

Autor

 Hendrik Bensch

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