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Pflegestellen-Förderprogramm

Kliniken schöpfen Fördermittel noch nicht aus

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Die Krankenhäuser in Deutschland haben für das Jahr 2017 weitaus mehr Geld aus dem Pflegestellen-Förderprogramm abgerufen als für das Vorjahr. 618 Krankenhäuser haben bislang Fördergelder in Höhe von rund 97 Millionen Euro in Anspruch genommen. Für das Jahr 2016 waren es bislang rund 60 Millionen Euro. Das geht aus einem Bericht des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) an das Bundesgesundheitsministerium hervor. Damit hat bisher rund die Hälfte der anspruchsberechtigten Kliniken mit einer abgeschlossener Budgetvereinbarung für das Jahr 2017 Gelder aus dem Förderprogramm bekommen. Der GKV-Spitzenverband geht davon aus, dass dieser Wert noch steigen wird.

Kliniken und Krankenkassen vereinbarten, dass mit den Fördergeldern rund 2.200 zusätzliche Pflegestellen entstehen sollen. Für das Jahr 2016 wurde bislang ein Anstieg um etwa 1.550 Vollkraftstellen ermittelt. Es sei jedoch wegen der „teilweise unspezifischen Nachweisführung“ schwierig auszumachen, wie hoch der Anteil des Personals ist, der mithilfe der Fördermittel eingestellt wurde, heißt es in dem Bericht des GKV-Spitzenverbands. Wie viele zusätzliche Pflegestellen tatsächlich geschaffen wurden, ließe sich erst nach dem Ende der Förderzeitraums sagen.

Insgesamt stehen für die Jahre 2016 bis 2018 Fördermittel von bis zu 660 Millionen Euro zur Verfügung. Mit den Geldern können Kliniken neue Pflegestellen schaffen und Teilzeitstellen aufstocken. Im Sofortprogramm Pflege von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist vorgesehen, das Programm auch über das Jahr 2018 hinaus weiterlaufen zu lassen. Der Eigenanteil der Krankenhäuser von zehn Prozent soll künftig entfallen.

Autor

 Hendrik Bensch

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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