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Entlastung der Pflege

Wieder Streiks in Düsseldorf und Essen

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An den Universitätskliniken in Düsseldorf (UKD) und Essen kommt es wieder zu Warnstreiks. Die Gewerkschaft Verdi hatte die für vergangenen Freitag geplanten Gespräche mit Vertretern der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und Vorständen der beiden Universitätskliniken abgesagt und die Beschäftigten aufgerufen, ab diesem Montag wieder zu streiken. In dem Streit zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite geht es um Entlastung für die Pflegekräfte in Düsseldorf und Essen.

Die Verhandlungspartner hatten sich bei früheren Terminen schon darauf geeinigt, dass eine Vereinbarung aus Baden-Württemberg als Vorbild gelten soll. Dort hatten Arbeitgeber und Arbeitnehmer unter anderem vereinbart, dass insgesamt 120 neue Pflegestellen an den vier Unikliniken geschaffen werden sollen. Pro Standort sollen es zwischen 20 und 40 zusätzliche Stellen sein.

Für die Universitätskliniken in Düsseldorf und Essen hätte die Gewerkschaft nun jeweils 200 zusätzliche Pflegekräfte gefordert, teilte Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Düsseldorf mit. „Dies zeigt auch die unterschiedlichen Ansätze, die wir nicht nachvollziehen können“, so Zimmer. Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper hatte den Abbruch der Gespräche damit begründet, dass weitere Verhandlungen nicht sinnvoll seien, solange die Klinikvorstände nicht „auf der Grundlage von belastbaren Zahlen zur Personalbesetzung“ bereit seien, Entlastungsmaßnahmen zu vereinbaren. Beim Personalbemessungsverfahren, betroffenen Organisationsbereichen, Sollzahlen und Ausfallmanagement habe man sich hingegen bereits weitgehend einigen können, gab das Universitätsklinikum Essen bekannt.

Sowohl Vertreter des Essener als auch des Düsseldorfer Universitätsklinikums signalisierten nun, das sie zu weiteren Gesprächen bereit sind. „Das Ziel bleibt eine verbindliche und umsetzbare Vereinbarung, die unsere Beschäftigten weiter konkret entlastet, und dieses Ziel ist für uns in greifbarer Nähe“, so Benedikt Pannen, stellvertretender Ärztlicher Direktor des UKD.

Autor

 Hendrik Bensch

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Foto: GettyImages/Faysal Ahamed

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