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Notfallversorgung

Fachgesellschaften fordern einheitliche Dokumentationsstandards

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Für die gesamte Versorgungskette von Notfallpatienten sollte es künftig einen bundesweit einheitlichen Dokumentationsstandard geben. Das hat die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) in einem Positionspapier gefordert. Zu jedem Behandlungsfall sollten Datensätze erhoben und kommuniziert werden. So könnten die Daten besser ausgewertet werden. Zudem ließe sich dadurch verhindern, dass Informationen an den Schnittstellen der Versorgungskette verlorengehen, heißt es in dem Positionspapier, das die Fachgesellschaften zusammen mit der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF) und dem Verbundforschungsprojekt AKTIN erstellt haben.

Für das Vorhaben sei eine nationale Stelle notwendig, die auch die Kontrolle des medizinischen Vokabulars vornehmen solle. Um Anreize für die standardgerechte Dokumentation zu schaffen, sollte diese besonders vergütet werden, fordern die Fachgesellschaften. Mit ihren Forderungen greifen sie eine Passage aus dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur gestuften Notfallversorgung auf. Darin heißt es, dass sich die Dokumentation an „Minimalstandards“ orientieren solle. „Dies ist eine gute Chance auf dem Weg zu einer standardisierten Dokumentation und damit Datenbasis, die wir in Deutschland dringend benötigen“, so Dominik Brammen, Leiter der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Versorgungsforschung in der Akut und Notfallmedizin der Universitätsmedizin Magdeburg.

Autor

 Hendrik Bensch

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