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Qualitätsverträge

DEKV fordert bessere Versorgung von Behinderten

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Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband e.V. (DEKV) hat Vorschläge für eine bessere Versorgung von Behinderten in Krankenhäusern unterbreitet. Hintergrund ist die Einigung von GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) zu Qualitätsverträgen vergangene Woche. Der DEKV nennt fünf Punkte, die in die Qualitätsverträge integriert werden sollten:

  • Das Aufnahmemanagement für Menschen mit Behinderung gestaltet sich regelmäßig wegen der unbekannten Umgebung und dem Problem einer eindeutigen Krankheitsprognose als schwieriger. Mehr Zeit für die Aufnahme und Betreuung sowie die Mitaufnahme einer Bezugsperson könnte ein Lösungsansatz sein. 
  • Falls eine Unterbringung einer Bezugsperson aus dem Umfeld des Patienten nicht gelingt, muss ein Mensch in der Klinik als Bezugsperson etabliert werden, um als Ansprechpartner zwischen den verschiedenen Gruppen zu interagieren. 
  • Um eine richtige Einschätzung des Krankheitsbildes des Patienten zu bekommen, muss es für die Verantwortlichen möglich sein, in einem schwer zu beurteilenden Fall eine Fallkonferenz einzuberufen und sich intern auszutauschen. 
  • Das Entlassmanagement muss sich an die besondere Situation der Entlassung eines behinderten Patienten anpassen, indem nicht nur der Patient transportiert, sondern auch die Patienteninformationen an die zuständige betreuende Einrichtung und den behandelnden Arzt weitergegeben wird. 
  • Die Aus- und Weiterbildung des gesamten Krankenhauspersonals im Umgang mit Patienten mit Behinderung muss verbindlich sein und regelmäßig organisiert werden. 

Christoph Radbruch, Vorsitzender des DEKV, bezeichnete die Möglichkeit, Qualitätsverträge mit Krankenkassen zur  Versorgung von behinderten Patienten abschließen zu können, als wichtigen Schritt „auf dem Weg hin zum inklusiven Krankenhaus". Dies diene der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. „Dadurch wird ermöglicht, dass der zusätzliche Zeitaufwand in Krankenhäusern zukünftig von den Krankenkassen finanziert wird.“

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