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Bayern

150-Betten-Häuser: Experten attackieren Söder

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) muss sich heftige Kritik an seinem Rettungsplan für kleine Krankenhäuser gefallen lassen. So sagt der Berliner Gesundheitsökonom Reinhard Busse zum Vorhaben der Bayerischen Staatsregierung, Kliniken mit weniger als 150 Betten finanziell unter die Arme zu greifen, in der neuen September-Ausgabe von f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus. "Statt diese kleinen und qualitativ schlechten Häuser künstlich am Leben zu erhalten (selbst wenn es "nur" um jedes zehnte Haus gehen sollte), wäre die bayerische Staatsregierung besser beraten, mit der Bevölkerung über den notwendigen Konzentrationsprozess zugunsten besserer Qualität – und damit weniger unnötiger Toter – in einen Diskussionsprozess einzutreten."

Als "Unfug" und "Landratspolitik in großem Stil" bezeichnet Bernhard Ziegler, Vorsitzender des Interessenverbandes Kommunaler Kliniken (IVKK), das Vorhaben im f&w-Bilanzgespräch. Ziegler: "Unter diesen Bedingungen kann keine Qualität geliefert werden. Wie soll man in ein 150-Betten-Haus gute Ärzte bekommen oder die Mindestanforderungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) erfüllen?" Der Münchner Gesundheitsökonom Andreas Beivers erklärt: "Richtig wäre es, in Bayern mehr Geld für den Umbau der Strukturen in die Hand zu nehmen, das heißt auch die Umwandlung von Krankenhausstandorten beispielsweise in ambulante Versorgungszentren."

Vorsichtige Unterstützung kommt von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft. Deren Geschäftsführer Siegfried Hasenbein sagt: "Den Eckpunkten zufolge geht es nicht darum, Krankenhäuser mit der Gießkanne zu fördern, sondern um Strukturkonzepte. Das ist richtig, denn das Gebot der Stunde lautet, dass gerade kleine Krankenhäuser sich strukturell verändern müssen, zum Beispiel indem sie kooperieren und Verbünde bilden."

Autor

Dr. Stephan Balling

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