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Schlichtung erfolgreich

Unikliniken: Streit in Düsseldorf und Essen beigelegt

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Nach mehreren Monaten ist der Streik an den Universitätskliniken in Essen und Düsseldorf voraussichtlich beendet. Mithilfe von Schlichtern haben die Unikliniken und die Gewerkschaft Verdi am Freitag eine Vereinbarung zur Entlastung der Beschäftigten getroffen. Demnach sollen an den beiden Kliniken jeweils 180 neue Stellen in der Pflege und anderen Bereichen entstehen. Nun müssen noch die Beschäftigten in einer Urabstimmung der Vereinbarung zustimmen.

Von den jeweils 180 Stellen sollen jeweils 140 Stellen auf die Pflege entfallen. Die Kliniken führen zudem Verfahren ein, mit denen der Personalbedarf in allen Pflegebereichen ermittelt wird. So sollen Regelbesetzungen für jede Schicht bestimmt werden. Sollte absehbar sein, dass Besetzungsvorgaben unterschritten werden, müssen die Kliniken Springer einsetzen oder weniger Patienten aufnehmen. Weitere Vorgaben sieht die Vereinbarung für den Fall vor, dass bei kurzfristigem Personalausfall innerhalb von drei aufeinanderfolgenden Schichten oder drei Schichtarten an drei aufeinanderfolgenden Tagen kein Ersatz möglich ist. Dann müssen die Kliniken beispielsweise dafür sorgen, dass Patienten verlegt werden oder weniger Operationen stattfinden.

Die Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zeigten sich grundsätzlich erleichtert über die Einigung. Der Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper nannte die Vereinbarung einen "Meilenstein für die Entlastung von Beschäftigten in Krankenhäusern". Der Kaufmännische Direktor und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Düsseldorfer Uniklinikums, Ekkehard Zimmer, sprach die Bedeutung des Pflegepersonalstärkungsgesetzes für die Einigung an. "Ohne die gesetzliche Neuregelung des Pflegepersonalstärkungsgesetzes wäre ein Stellenaufbau in dieser Größenordnung wirtschaftlich nicht zu stemmen", so Zimmer. Das Gesetz sieht vor, dass neue Pflegestellen vollständig refinanziert werden. Der Kaufmännische Direktor und Stellvertretende Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen sprach von einem "weiteren Kraftakt", den die Finanzierung der zusätzlichen Stellen verursachen werde. "Wir als Maximalversorger sind in den langwierigen Verhandlungen bewusst bis an die Grenze des Möglichen, letztlich am Ende sogar ein Stück darüber hinaus gegangen, um unsere Beschäftigten spürbar und nachhaltig zu entlasten."

Autor

 Hendrik Bensch

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