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Pflege

Verdi: Personalvorgaben für Geriatrie sind „fahrlässig“

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Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler hat die Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu den Personaluntergrenzen in der Pflege scharf kritisiert. „Damit werden die Probleme nicht gelöst“, sagte Bühler heute bei einem Pressegespräch in Berlin. Insbesondere die Vorgaben für die Geriatrie halte sie für „fahrlässig“. Laut Verordnung muss sich künftig nachts mindestens eine Pflegekraft um 24 Patienten kümmern.

Gesundheitsminister Spahn hatte kürzlich eine Verordnung zu Personaluntergrenzen in Krankenhäusern auf den Weg gebracht. Darin sind Mindestbesetzungen für die Intensivmedizin, Geriatrie, Kardiologie und Unfallchirurgie vorgegeben. Im Entwurf für das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz ist zudem festgelegt, dass ab dem Jahr 2020 Personaluntergrenzen für alle bettenführenden Abteilungen gelten sollen. Verdi fordert hierzu, ein Personalbemessungsinstrument zu erarbeiten, das dann verbindlich angewendet werden soll.

Bei dem Pressetermin in Berlin stellten Verdi und der Deutsche Gewerkschaftsbund eine repräsentative Umfrage zu den Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege vor. Demnach fühlen sich unter den Krankenpflegern 80 Prozent bei der Arbeit oft gehetzt. Über alle Berufsgruppen hinweg sind es nur 55 Prozent. Die Arbeitsbelastung wirkt sich nach Ansicht vieler Befragter auch auf die Qualität der Arbeit aus. Rund jeder zweite Beschäftigte in der Krankenpflege gab an, häufig Abstriche bei der Qualität der Arbeit zu machen, um die Arbeitsmenge bewältigen zu können.

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) hält die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums zu Personaluntergrenzen in pflegesensitiven Abteilungen für ungeeignet.

Autor

 Hendrik Bensch

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