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Digitalisierung

Telematikinfrastruktur: Finanzierung für Kliniken steht

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Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) haben sich darauf geeinigt, wie viel Geld Kliniken für den Aufbau und Betrieb der Telematikinfrastruktur (TI) erhalten sollen. In ihrer Vereinbarung legten sie Pauschalen fest, die die Kosten für Kartenterminals, Konnektoren und digitale Zertifikate abdecken sollen. Die Gelder sollen die Kliniken zudem dabei unterstützen, ihre IT-Infrastruktur, Software und Betriebskonzepte anzupassen. Hierfür stellt die GKV über 400 Millionen Euro zur Verfügung, gaben der GKV-Spitzenverband und die DKG am Freitag bekannt. Zusätzliche Pauschalen sollen die jährlichen Betriebskosten abdecken. Hierfür stehen etwa 18 Millionen Euro bereit.

In ihrer Vereinbarung fordern GKV-Spitzenverband und DKG eine Gesetzesänderung mit Blick auf mögliche Strafzahlungen für die ambulante ärztliche Versorgung. Bislang ist vorgesehen, dass die TI in Kliniken bis Ende dieses Jahres betriebsbereit sein muss. Diese Vorgabe müsse für Krankenhäuser aufgehoben werden, weil die Industrie die Technik noch nicht zur Verfügung stellen könne, fordern die beiden Vertragspartner.

Sie schlagen zudem vor, gesetzliche Pflichten zur Arztsignatur zu streichen. Bislang müssen Ärzte bestimmte Dokumente, wie Notfalldaten oder Arztbriefe, persönlich elektronisch unterschreiben. Es würde jedoch ausreichen, wenn das Krankenhaus Dokumente unterzeichnet, begründeten GKV-Spitzenverband und DKG ihren Vorschlag. Zudem wären dadurch weniger Kartenterminals nötig, sodass weniger Kosten und Aufwand entstünden.

In der Vereinbarung haben der GKV-Spitzenverband und die DKG auch die Finanzierung von Tests für Konnektoren festgelegt. Bislang gibt es noch keine eHealth-Konnektoren mit einer Zulassung. Auch Anforderungen an Konnektoren für Rechenzentren wurden nun zusammengestellt.

 

 

Autor

 Hendrik Bensch

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