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Verordnung für pflegesensitive Bereiche

Personaluntergrenzen: Klinik- und Pflegevertreter sehen weiteren Änderungsbedarf

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Vertreter von Kliniken und aus der Pflege sehen die Verordnung zu Personaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen in Krankenhäusern weiter kritisch. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßte zwar die Änderung der Vorgaben für die Pflege in der Intensivmedizin. Ab Anfang kommenden Jahres darf in der Tagschicht von Intensivstationen eine Pflegekraft höchstens noch 2,5 Patienten betreuen. Im ursprünglichen Entwurf für die Verordnung war ein Verhältnis von 2 zu 1 vorgesehen gewesen. Unzureichend sei aber weiterhin, wie Ausnahmefälle geregelt seien, kritisierte die DKG.

Laut der Verordnung gelten Ausnahmen zum einen bei kurzfristigen krankheitsbedingten Personalausfällen, „die in ihrem Ausmaß über das übliche Maß hinausgehen“. Zum anderen gelten sie bei „starken Erhöhungen der Patientenzahlen“, wie beispielsweise bei Epidemien oder „Großschadensereignissen“. „Schon größere Unfälle können dazu führen, dass Kliniken Patienten abweisen müssten, um die Untergrenzen einzuhalten“, erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. „In Zeiten anerkannter Personalknappheit in der Pflege brauchen die Krankenhäuser größere Flexibilität.“

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe kritisierte hingegen, dass die Personalvorgabe für die Intensivmedizin geändert wurde. Hier werden „für Geschäftsführer bequeme Nurse-Patient-Quoten“ zugelassen, sagte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein. Der Deutsche Pflegerat (DPR) forderte einen objektiven Maßstab, um Personaluntergrenzen festzulegen. Dies könne eine aktualisierte Pflegepersonal-Regelung (PPR 2.0) sein, sagte DPR-Präsident Franz Wagner. „Denn ohne ein analytisches Personalbemessungsverfahren als Grundlage werden Verzerrungseffekte und Schwächen des bisherigen Systems fortgeschrieben“, so Wagner.

Autor

 Hendrik Bensch

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