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Digitalisierung

Rüddel: Telemedizin wird Gesundheitsbranche revolutionieren

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Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens kommt voran. In kaum einem politischen Feld würden derzeit so viele wichtige Entscheidungen zum Thema Digitalisierung getroffen, wie in der deutschen Gesundheitspolitik, sagte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, Erwin Rüddel (CDU), beim A+S-Netzwerkertreffen vergangenen Freitag in Berlin. „Die Telemedizin wird unsere Gesundheitsbranche verändern und maßgeblich revolutionieren“, prognostizierte Rüddel.

Unter anderem weisen laut Rüddel bereits heute ambulante Labore den Weg in die Zukunft: „Es ist enorm, was man vor Ort aus einem Tropfen Blut alles erfahren kann.“ Gerade im ländlichen Raum könnten Gesundheitsschwestern die Ärzte entlastend unterstützen und mit telemedizinischen Diensten zusammenarbeiten, um Patienten eine hochwertige, flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Darüber hinaus sprach sich der Parlamentarier für eine vermehrte Zertifizierung von Apps durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus. Ärzte könnten durch den Einsatz von getesteten Gesundheits-Apps deutlich unterstützt werden. Finnland und Estland nannte Rüddel als Musterbeispiele, bei denen Digitalisierung längst kein Prozess mehr, sondern Alltag in allen Bereichen der medizinischen Versorgung sei.

Der Gesundheitspolitiker sprach darüber hinaus die Veränderung des Berufsbildes des Arztes an, denn  junge Mediziner hätten ein anderes Verständnis einer „Work Life Balance“ als ihre Kollegen, die seit 30 Jahren im Geschäft seien: „Selbstständige Ärzte und auch ihre Kollegen im Krankenhaus arbeiten häufig 60 Stunden in der Woche. Die Jungen wollen gerne eine 35 Stunden-Woche und am liebsten in einem MVZ arbeiten“. Diesem veränderten Verständnis gerecht zu werden, funktioniere nur mithilfe der Digitalisierung und der fortschreitenden Vernetzung von Niedergelassenen, MVZs und Krankenhäusern, sagte Rüddel.

Das A+S-Netzwerkertreffen fand bereits zum zwölften Mal statt und wurde 2013 im Rahmen des dfg-Awards (Dienst für Gesellschaftspolitik) 2013 gegründet. Bei den Netzwerkertreffen kommen junge Nachwuchsführungskräfte aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens zusammen und diskutieren mit erfahrenen Akteuren aus dem Medizin-und Gesundheitsbereich über aktuelle Herausforderungen, Themen und Lösungsansätze der Branche. Dieses Mal trafen sich 20 Netzwerker im InnoLab der AOK Nordost in Berlin. Das nächste Treffen findet im Rahmen des dfg-Awards am 13.Juni 2019 in Hamburg statt.

Autor

 Philipp Schwehm

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