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Niedersachsen

Verfassungsrechtliche Bedenken zu Stationsapothekern

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Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) sieht die geplante Pflicht für Kliniken, sogenannte Stationsapotheker einzustellen, weiter kritisch. Aus Sicht der NKG fehlt dem Land die Regelungsbefugnis zur Einführung einer solchen Vorgabe, teilte die Krankenhausgesellschaft mit. Die Einführung sei "verfassungsrechtlich sehr bedenklich“, sagte der NKG-Vorsitzende Hans-Heinrich Aldag angesichts der heutigen Beratung zur Novellierung des Niedersächsischen Krankenhausgesetzes im Landtag.

Die NKG hält die Einführung für nicht umsetzbar, weil es nicht genug Apotheker auf dem Arbeitsmarkt gebe. Derzeit herrsche Vollbeschäftigung. "Die Krankenhäuser werden daher die Regelung vermutlich nicht einhalten können“, sagte NKG-Verbandsdirektor Helge Engelke.

Die Gesetzesänderung sieht vor, dass alle Kliniken in Niedersachsen innerhalb von drei Jahren Apotheker "in ausreichender Zahl" auf den Klinikstationen einsetzen. Die Stationsapotheker sollen Ärzte und Pflegekräfte beraten und unter anderem für das Medikationsmanagement und die Medikationsanalyse zuständig sein. Zudem sollen sie auf den Stationen auf den "ordnungsgemäßen Umgang und Verbrauch" von Arzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten achten. Die Einführung ist eine von mehreren Änderungen, mit denen die Landesregierung auf die Mordserie des Pflegers Niels H. reagiert.

Autor

 Hendrik Bensch

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