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DGIIN

Intensivstationen: Personalmangel führt zu Bettensperrungen

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Der Mangel an Fachkräften auf Intensivstationen führt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) bereits zu spürbaren Folgen für die Patientenversorgung. Auf rund drei Viertel der deutschen Intensivstationen müssten vermehrt Betten gesperrt werden, teilte die DGIIN mit Verweis auf eine aktuelle Studie mit. In 22 Prozent der Fälle geschehe dies täglich.

Die Fachgesellschaft begrüßte grundsätzlich die Personaluntergrenzen für die Intensivmedizin, die das Bundesgesundheitsministerium kürzlich festgelegt hat. Für Intensivstationen gilt ab kommendem Jahr ein Betreuungsschlüssel von einem Pflegenden für durchschnittlich 2,5 Patienten am Tag, für die Nacht liegt das Verhältnis bei 1 zu 3,5. "Wenn wir die Situation der Pflegenden wirklich verbessern wollen, ist das ein absolut notwendiger Schritt", sagte Reimer Riessen, Leiter der Internistischen Intensivstation des Tübinger Universitätsklinikums und Past Präsident der DGIIN. Es bestehe aber die Gefahr, dass dieses Verhältnis als allgemeiner Betreuungsschlüssel und nicht als Mindestvorgabe missbraucht werde. Zudem sei der Betreuungsschlüssel für die Betreuung schwerstkranker Patienten "aus qualitativer Sicht inadäquat", so Riessen.

Die durchschnittliche Personalbesetzung auf Intensivstationen liegt laut einer aktuellen Umfrage nachts über der nun festgelegten Mindestgrenze. Die Fachgesellschaft appelliert an Kliniken mit Intensivstationen, den Pflegeschlüssel freiwillig bei einem Pflegenden auf zwei Patienten am Tag und bei einem Verhältnis von 1 zu 2,5 in der Nacht festzulegen.

Autor

 Hendrik Bensch

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