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Initiative Qualitätsmedizin

IQM will Zweitmeinungsgeber werden

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Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) will ihre Qualitätsindikatoren weiterentwickeln und als Zweitmeinungsgeber für Patienten in den IQM-Kliniken auftreten. Es sei wichtig, die Qualität von Krankenhäusern auszuwerten und im Sinne der Patienten zu verbessern, erklärte Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin, heute auf der Pressekonferenz des 8. Öffentlichen Anwendertreffens der IQM in Berlin. Er kritisierte dabei auch die Gesetzgebung zur Qualität in den Krankenhäusern, die "teurer und schlechter geworden" sei. Auch der Sachverständigenrat habe dies erkannt und mit in die Agenda aufgenommen.

"In Zukunft werden wir ein Verfahren erstellen, das Qualität nach außen kommuniziert. Wir hatten lange Zeit gehofft, dass von Seiten der Politik etwas in diese Richtung geschieht. Das ist nicht passiert", sagte Francesco De Meo, Vorstandspräsident der IQM und CEO von Helios Health. Deshalb setze die Arbeit der IQM genau hier an, denn ein Ranking sei nur möglich, wenn Kliniken transparent und objektiv bewertet würden. 

Einen Blick in die Zukunft gab Ralf Kuhlen, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der IQM: "Wir messen Qualität, um Kliniken miteinander zu vergleichen und um sie zu verbessern. Eine gesetzliche Qualitätssicherung hat sich bis heute nicht dazu bekannt“. Die IQM wolle die Risikoadjustierung weiterentwickeln und veranstalte dazu am 1. Februar 2019 ein öffentliches Hearing. 

Künftig werde sich die IQM weiterhin intensiv mit der Fragestellung beschäftigen, ob Mortalität der einzige sinnvolle Parameter bei Qualitätsvergleichen von Krankenhäusern ist. "Wenn ein Patient eine Hüft-OP überlebt, ist dies nicht hinreichend eine Aussage über die Qualität einer Klinik. Dazu benötigt es mehr, beispielsweise, ob der Patient wieder gut laufen und arbeiten kann, also wie es ihm ein halbes Jahr nach der OP geht.“ Dazu werde die IQM mit Patient-Reported-Outcome-Ratings arbeiten. Weiterhin stehe eine intensive Beschäftigung mit der Indikationsqualität auf der Agenda. Ein wichtiges Verfahren dabei sei die Zweitmeinung. "Aus unserer Wahrnehmung wird das sehr wenig genutzt. Wir legen da eine Schippe oben drauf und wollen als Zweitmeinungsgeber in unseren Kliniken auftreten", sagte Kuhlen.

Die IQM ist ein Zusammenschluss von Krankenhäusern in Deutschland und der Schweiz. Sie verfolgt das Ziel, die medizinische Behandlungsqualität in Kliniken zu verbessern. Derzeit sind 475 Krankenhäuser Mitglied, die insgesamt jährlich circa 7,2 Millionen stationäre Patienten versorgen.

Autor

 Philipp Schwehm

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