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Brief an Gesundheitsminister Spahn

Kliniken warnen vor Versorgungsengpässen durch Personalvorgaben

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Mehrere Kliniken aus dem Raum Dortmund haben sich in einem Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen die Personalvorgaben in der Pflege ausgesprochen, die ab Januar gelten werden. Auch die Kliniken begrüßten alle Möglichkeiten, um für eine bessere Besetzung im Pflegedienst der Krankenhäuser zu sorgen, heißt es in dem Brief. Die Kliniken befürchten jedoch durch die Vorgaben "erhebliche Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung [...], die uns große Sorgen bereiten." Unterzeichner sind die Geschäftsführungen der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund, der Lukas-Gesellschaft Dortmund – Castrop-Rauxel, des Klinikums Dortmund, des Hüttenhospitals Dortmund und des St.-Marien Krankenhauses Lünen/Werne.

Mit ihrem Brief wenden sie sich gegen die Personaluntergrenzen, die ab Anfang Januar für vier Klinik-Bereiche gelten werden. Die Geschäftsführer kritisieren daran, dass künftig die Intensivkapazitäten der Krankenhäuser mit den Krankheitsverläufen der Pflegenden auf den Stationen schwanken würden. Werde in einer Schicht eine Pflegekraft mehr krank als durchschnittlich vorgesehen, müssten zwei bis drei Patienten verlegt werden. "Es ist sehr zweifelhaft, dass sich auf diese Weise die Qualität und Sicherheit in der Patientenbehandlung verbessern lässt", heißt es in dem Brief. Die Kliniken würden gerne mehr Intensivpflegepersonal einstellen, beteuern die Geschäftsführer. "Es ist aber auf dem Arbeitsmarkt schlicht nicht verfügbar."

Als problematisch sehen die Kliniken zudem an, dass nicht nach dem tatsächlich benötigten Behandlungsaufwand unterschieden werde. Bei der Berechnung des Personalschlüssels müsse beispielsweise zwischen beatmeten und nicht beatmeten Patienten unterschieden werden. Zudem müsse unter anderem berücksichtigt werden, ob Patienten bei Bewusstsein sind. Eine differenzierte, aufwandsgerechte Personalbedarfsermittlung sei machbar, jedoch nicht bis Januar 2019.

Autor

 Hendrik Bensch

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