250
Passwort vergessen

Qualitätssicherung

IQTIG: Bei Unterdokumentation muss Einzelfall geprüft werden

  • News des Tages

Wenn bei der Dokumentation in der externen stationären Qualitätssicherung die 100-Prozent-Rate unterschritten wird, muss immer der Einzelfall betrachtet werden. Darauf weist das Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) in einem Bericht hin, den der Gemeinsame Bundesausschuss kürzlich veröffentlicht hat. "Die Feststellung einer Verletzung der Sorgfaltspflicht [...] kann ausschließlich nach einer Einzelfallprüfung dezentral von den Vertragspartnern bei den Pflegesatzverhandlungen vor Ort durchgeführt werden", heißt es in dem Bericht.

Hintergrund für den Bericht ist die Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung im Krankenhaus (QSKH-RL). Darin wurde zum Erfassungsjahr 2018 ein Verfahren etabliert, das die Krankenhäuser in ihrem Nachweis des Unverschuldens unterstützen sollte. Das IQTIG wurde darin beauftragt, Hinweise auf mögliche Ursachen einer unverschuldeten Unterschreitung der 100-Prozent-Dokumentationsrate zu erheben, zu bewerten und zu veröffentlichen. Die Auffälligkeiten sollten durch das IQTIG in einem Katalog zusammengestellt und veröffentlicht werden. Falls ein Krankenhaus unter der 100-Prozent-Marke bleibt und sich auf Unverschulden beruft, muss dies vom Krankenhaus begründet werden.

Es habe sich jedoch gezeigt, dass keine allgemeingültigen Kategorien des Unverschuldens auf Bundesebene darstellbar sind, sondern stets die Kenntnis des Einzelfalls erforderlich ist, betont die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) auf ihrer Website. Das IQTIG werde nun eine anonymisierte Fallsammlung der Einschätzungen erstellen und veröffentlichen. Hierzu sind noch Richtlinienänderungen nötig, die derzeit in einer G-BA-Arbeitsgruppe beraten werden.

Autor

 Hendrik Bensch

Zur Übersicht

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Unsere Zeitschriften

f&w

Pflege und Krankenhausrecht

Meinung: Orientierungswert

Orientierungswert von Boris Augurzky

Organspende: Club der Willigen

  • News des Tages

Orientierungswert von Andreas Beivers

Brutto gleich Netto

  • Orientierungswerte

Orientierungswert von Bernadette Rümmelin

Gewagtes Experimentierfeld Notfallversorgung

  • News des Tages

Empfehlung der Redaktion

Weitblick und Menschennähe: f&w gedenkt Michael Philippi mit Nachrufen des langjährigen Chefredakteurs Stefan Deges sowie des BDPK und öffnet das Archiv für Philippis Artikel aus der ersten f&w-Ausgabe aus dem Jahr 1984

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich