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Umfrage

Kinderintensivstationen: Ein Fünftel der Betten gesperrt

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Wegen fehlender Pflegekräfte sind im Durchschnitt 20 Prozent der möglichen Betten auf Kinderintensivstationen in Deutschland gesperrt. Das hat eine Umfrage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ergeben. Ein Viertel der befragten Stationen gaben an, im vergangenen Jahr 25 bis 50 Patienten wegen fehlender Bettenkapazitäten nicht aufgenommen zu haben. Weitere 25 Prozent mussten sogar 50 bis 100 Kinder ablehnen. Fast drei Viertel der befragten Stationsleiter gaben an, dass in ihrer Region ein Mangel an Intensivbetten für Säuglinge und Kinder herrsche.

"Wir steuern seit Jahren offenen Auges auf dieses Problem zu und können nun in einem der reichsten Länder der Welt die flächendeckende Versorgung von kritisch kranken oder schwer verletzten Kindern nicht mehr sicher gewährleisten", sagte Florian Hoffmann, Sprecher des DIVI-Bereichs "Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin". Allen voran müssten die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie die Bezahlung der Pflegekräfte deutlich verbessert werden."Wenn auch in Ballungsräumen weiterhin kranke Kinder versorgt werden sollen, dann müssen sich die Pflegenden dieser Kinder auch das Leben in den Ballungsräumen leisten können", so Hoffmann. "Vermeintlich ‚billige‘ Arbeitskräfte aus dem Ausland können kein ernst gemeinter Lösungsansatz sein."

Nötig sei ein umfassendes gesundheitspolitisches Gesamtkonzept, um wieder mehr qualifizierte Pflegende zur Tätigkeit auf den Kinderintensivstationen zu motivieren. Dazu müsse zusammen mit Vertretern der Gesundheitspolitik auf Landes- und Bundesebene sofort ein Notfallplan erarbeitet werden, fordert die DIVI. Erst kürzlich hatte die Arbeitsgemeinschaft kommunaler Großkrankenhäuser (AKG) darauf aufmerksam gemacht, dass ab kommendem Jahr viele Intensivbetten wegen der künftigen Personalvorgaben in der Pflege nicht mehr zur Verfügung stehen werden.

Autor

 Hendrik Bensch

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