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Rechnungskürzungsklagen

DKG: Kassen sind aufgefordert die Klagen zurückzuziehen

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisiert die Rechnungskürzungsklagen der Krankenkassen vor den Sozialgerichten und fordert die Kassen auf, diese zurückzuziehen. Die Berichterstattung zu den Klagen vor den deutschen Sozialgerichten erwecke vielfach den Eindruck, als ob die massenhaften Rechnungskürzungsklagen der Krankenkassen vor den Sozialgerichten gerechtfertigt seien, heißt es heute in einer Pressemitteilung der DKG. 

"Das Gegenteil ist der Fall: Die Krankenkassen versuchen, schamlos in letzter Minute eine durch das Bundessozialgericht ausgelöste Rechtsunsicherheit auszunutzen", sagte Gerald Gaß, Präsident der DKG. Dabei werde versucht, Rechnungen für Leistungen der Krankenhäuser im Rahmen der Schlaganfallversorgung zu kürzen, die von den Krankenhäusern ordnungsgemäß und im Interesse der Patienten erbracht worden seien. Nicht der Bundesgesundheitsminister, der diese Rechtslücke schließen wolle, trage demnach die Schuld an dieser Klagewelle, sondern allein die Krankenkassen. Die DKG bezeichnete deren Vorgehen als "absolut unverantwortlich". 

Deutsche Krankenhäuser rechneten laut DKG mit über 200.000 Klagen und Rückforderungen von bis zu einer halben Milliarde Euro. "Bis zu drei Viertel der heute bestehenden Schlaganfallzentren wird damit die finanzielle Grundlage entzogen", sagte Gaß. Dies sei eine Katastrophe für Kliniken, aber vor allem für Patienten, da die Wege deutlich länger und die Chance auf eine schnelle lebensrettende Behandlung dadurch rapide sinke. "Wir fordern die Krankenkassen auf die Klagen sofort zurückzuziehen, die Rechnungskürzungen zu stoppen und sich aktiv für den Erhalt der flächendeckenden Schlaganfallversorgung einzusetzen."

Autor

 Philipp Schwehm

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