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Qualitätssicherung

Brandenburg will Indikatoren nicht automatisch übernehmen

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Die Empfehlungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu den planungsrelevanten Qualitätsindikatoren sollen nicht automatisch in den Krankenhausplan des Landes Brandenburg einfließen. Das hat das Landeskabinett gestern beschlossen, teilte das brandenburgische Gesundheitsministerium mit. Nun muss noch der Landtag der Änderung des Krankenhausentwicklungsgesetzes zustimmen.

Es sei gut, wenn Empfehlungen für Qualitätsvorgaben auf Bundesebene ausgesprochen würden, erklärte Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Die Linke). Sie müssten aber auch regionale Besonderheiten zulassen. Die Qualitätsvorgaben dürften nur eine Entscheidungsgrundlage neben anderen für die Krankenhausplanung sein. "Wichtig ist: Die Entscheidungshoheit muss weiter bei den Ländern liegen, denn dann fallen Entscheidungen nicht vom grünen Tisch aus", so die Ministerin. Die Gesetzesänderung in Brandenburg sieht nun vor, dass die Indikatoren erst dann in die Planung aufgenommen werden, wenn die Krankenhausplanungsbehörde des Landes zustimmt.

Das Verfahren zu den planungsrelevanten Qualitätsindikatoren startete Anfang vergangenen Jahres. Ziel ist es, den Bundesländern Werkzeuge an die Hand zu geben, um bei der Krankenhausplanung die Qualität der medizinischen Versorgung einer Klinik zu berücksichtigen. Die Krankenhäuser liefern nun Daten für elf Qualitätsindikatoren in der Geburtshilfe, gynäkologische Operationen und Mammachirurgie. Die Indikatoren werden Teil des Krankenhausplans, sofern sie ein Bundesland nicht ausgeschlossen oder eingeschränkt hat. Neben Brandenburg haben bereits zahlreiche andere Bundesländer diese Möglichkeit genutzt.

Kürzlich wurden die ersten Ergebnisse zu den Qualitätsindikatoren veröffentlicht. Demnach gab es 73 Auffälligkeiten, in denen bei einem einzelnen Indikator die Qualität unterschritten wurde. 36 Auffälligkeiten wurden durch nur jeweils einen einzigen Fall im Krankenhaus verursacht.

Autor

 Hendrik Bensch

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