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WHO-Kodex

Politik blockiert Zuwanderung von Pflegekräften aus Indien

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Hoch qualifizierte Fachkräfte aus Indien sind in der deutschen Wirtschaft immer begehrter. Auch für Krankenhäuser könnten sich vor allem in der Pflege attraktive Perspektiven ergeben. Denn indische Pflegekräfte gelten als gut ausgebildet, fleißig und integrationsfähig. Doch Deutschland orientiert sich am "Globalen Verhaltenskodex der WHO für die Internationale Anwerbung von Gesundheitsfachkräften", der besagt, dass Pflegende aus Staaten mit einem kritischen Mangel an Gesundheitsfachkräften nicht abgeworben werden dürfen. Daher sind aktive Abwerbungsversuche deutscher Krankenhäuser in Indien untersagt.

Dabei spräche auch aus ethischer Sicht nichts dagegen, auch in Indien nach Pflegepersonal zu suchen, sagt Meiko Merda, Gesundheitswissenschaftler und interkulturelle Trainer, in der neuen Ausgabe von f&w. So mangle es in Indien nicht an Pflege-Nachwuchs, sondern an guten Arbeitsplätzen. Sobald die Nachfrage nach Pflegekräften in Indien oder aus dem Ausland steigen würde, würden auch mehr Inder den Pflegeberuf ergreifen, so Merda. "Würde Deutschland deshalb 20.000 Pflegekräfte aus Indien anwerben, würde sich dort der Mangel an Pflegekräften nicht verschärfen", so der Gesundheitswissenschaftler. Anders als viele bislang bevorzugte Herkunftsländer, beispielsweise in Süd- oder Osteuropa, könne Indien aus einem "quasi unerschöpflichen Reservoir schöpfen".

Kurzfristige Lockerungen in der Handhabung des WHO-Kodex sind vorerst jedoch nicht zu erwarten, wie aus einer Stellungnahme des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) auf Anfrage von f&w hervorgeht. Die "Handhabung des WHO-Verhaltenskodex kann allerdings nicht innerhalb kürzester Fristen verändert werden", heißt es.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in der neuen Ausgabe von f&w mit dem Titelthema "Indien: Die neue globale Gesundheits-Supermacht".

Autor

 Florian Albert

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