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Einigung erzielt

Zu- und Abschläge für Notfallversorgung stehen fest

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) haben sich auf Zu- und Abschläge für die Notfallversorgung geeinigt. Für einen Krankenhausstandort, der an der Basisnotfallversorgung (Stufe 1) teilnimmt, liegt die jährliche Zuschlagspauschale bei 153.000 Euro. Für die erweiterte Notfallversorgung (Stufe 2) beträgt die Pauschale 459.000 Euro. Für die umfassende Notfallversorgung (Stufe 3) haben DKG und GKV-SV eine Höhe von 688.500 Euro festgelegt. Zudem gibt es künftig für Krankenhausstandorte, die nicht am gestuften System der Notfallversorgung teilnehmen, einen Abschlag. Dieser liegt bei 60 Euro je vollstationärem Behandlungsfall am aufnehmenden Krankenhausstandort.

Die Werte konkretisieren nun das neue System für eine gestufte stationäre Notfallversorgung, das der Gemeinsame Bundesausschuss im April beschlossen hatte. Neben den Geldern für die Notfallstufen haben die Vertragsparteien nun auch Werte für einzelne Module festgelegt. So ist das Modul Kindernotfallversorgung in eine Stufe der Basisnotfallversorgung, eine Stufe der erweiterten Notfallversorgung und eine Stufe der umfassenden Notfallversorgung gegliedert. Für die Teilnahme am Modul Kindernotfallversorgung gibt es einen pauschalen Zuschlag in Höhe einer anteiligen Zuschlagspauschale für die allgemeine Notfallteilnahme. Der Zuschlag ist abhängig vom prozentualen Anteil der Patienten im Alter von unter 18 Jahren bei Krankenhausaufnahme an allen vollstationären Fällen. Zur Ermittlung des prozentualen Anteils werden die Patienten im Alter von unter 18 Jahren bei Krankenhausaufnahme an allen vollstationären Fällen dieses Standortes im vorangegangenen Vereinbarungsjahr ermittelt. Die Höhe des jährlichen pauschalen Zuschlags ergibt sich aus dem ermittelten Prozentsatz multipliziert mit der entsprechenden Zuschlagspauschale der allgemeinen Stufe des Systems der Notfallversorgung. Nimmt ein Krankenhaustandort gleichzeitig am Modul Kindernotfallversorgung und an einer der allgemeinen Stufen der Notfallversorgung oder einem anderem Modul teil, werden die Zuschläge zusammengerechnet.

Nimmt ein Krankenhaus am Modul Schwerverletztenversorgung teil, wird eine jährliche Zuschlagspauschale für die Stufe der erweiterten Notfallversorgung vereinbart. Das Modul kann nur für Standorte vereinbart werden, die nicht die Anforderungen an die erweiterte oder umfassende Notfallstufe erfüllen. Für das Modul Schlaganfallversorgung und das Modul Durchblutungsstörungen am Herzen ist der prozentuale Anteil der vollstationären Fälle, die im vorangegangenen Vereinbarungsjahr in einer Stroke Unit oder Chest Pain Unit behandelt wurden, an allen vollstationären Fällen dieses Standortes im vorangegangenen Vereinbarungsjahr zu ermitteln. Für die Höhe des jährlichen pauschalen Zuschlags wird der ermittelte Prozentsatz mit der Zuschlagspauschale der Basisnotfallversorgung multipliziert. Diese Module können nur für Krankenhausstandorte vereinbart werden, für die keine Teilnahme an einer der allgemeinen Notfallstufen vereinbart wurde. Für das Modul Spezialversorgung gibt es weder Zu- noch Abschläge.

Autor

 Hendrik Bensch

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