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Ambulante Notfallversorgung

DKG begrüßt Spahns Notfallreform

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht die Reformpläne zur ambulanten Notfallversorgung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) grundsätzlich positiv. Angesichts der seit Jahren ungelösten Probleme in dem Bereich sei es „umso wichtiger, dass wir Anfang 2019 eine Reform in diesem Bereich bekommen“, erklärte DKG-Präsident Gerald Gaß. Spahn hatte gestern die Eckpunkte für eine grundlegende Neugestaltung der Notfallversorgung vorgestellt.

Künftig soll es Integrierte Notfallzentren (INZ) an den Krankenhäusern geben, die vom Land im Rahmen der Notfallversorgungsplanung festgelegt wurden. Die bisherigen Rufnummern 112 und 116117 werden zu gemeinsamen Notfallleitstellen zusammengeführt. Dort wird entschieden, ob ein Patient in ein INZ oder eine vertragsärztliche Praxis gehen soll oder ob der Einsatz eines Rettungswagens nötig ist. Rettungsdienste sollen auch dann eine Vergütung erhalten, wenn sie vor Ort entscheiden, einen Patienten nicht in ein Krankenhaus zu bringen.

DKG-Präsident Gaß forderte mit Blick auf die Neugestaltung, die organisatorische Verantwortung müsse bei den Krankenhäusern bleiben. Positiv sei, dass Notfallzentren und Krankenkassen direkt abrechnen sollen. „Völlig inakzeptabel und rechtssystematisch falsch“ sei hingegen die Annahme, dass aus den stationären Vergütungsmitteln nach Krankenhausgesetz Vergütungsanteile für ambulante Leistungen ausgegliedert werden könnten.

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sieht es hingegen kritisch, dass die INZ an von den Bundesländern festgelegten Krankenhausstandorten eingerichtet werden sollen und die Vergütung direkt mit den Krankenkassen auf der Grundlage einer eigenen Vergütungssystematik ablaufen soll. „Da die Länder nicht zahlen müssen, werden sie wohl großzügig Standorte ausweisen“, so Gassen. Zahlen müssten ausschließlich die niedergelassenen Ärzte. Zudem werde mit der Reform ein neuer Sektor geschaffen. „Dabei wollten wir doch alle die Sektoren eigentlich überwinden“, kritisiert Gassen.

Autor

 Hendrik Bensch

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