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Tarifrunde 2019

Kommunale Arbeitgeber: Gewerkschaftsforderungen sind nicht leistbar

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Vor den Tarifverhandlungen für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern zeichnet sich eine scharfe Auseinandersetzung zwischen den Vertretern von Arbeitgebern und Beschäftigten ab. Die Forderungen des Marburger Bundes seien „nicht leistbar und sprengen jeglichen Rahmen“, sagte der Verhandlungsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Dirk Tenzer. Die Ärztegewerkschaft hatte gestern fünf Prozent mehr Geld gefordert. Darüber hinaus soll die Möglichkeit, Bereitschaftsdienste anzuordnen eingeschränkt werden.

Nach den Vorstellungen der Gewerkschaft sollen die Entgelte für Bereitschaftsdienste nach VKA-Angaben um mindestens 40 Prozent steigen. In den höchsten Entgeltgruppen sollen es bis zu 110 Prozent sein. Insgesamt würden die Forderungen rund 521 Millionen Euro umfassen, hat die Arbeitgebervereinigung errechnet. Dies würde bei einer Laufzeit von einem Jahr im Schnitt einer Mehrbelastung von rund 9,5 Prozent entsprechen. Die Arbeitgebervereinigung wies hierzu auf die gesetzliche Obergrenze für Preissteigerungen im Krankenhausbereich, die sogenannte Grundlohnrate hin: Sie liegt für das Jahr 2019 bei 2,65 Prozent.

Sehr kritisch sieht die VKA auch die Forderung der Gewerkschaft, die Möglichkeiten für Bereitschaftsdienste einzuschränken. Nach den Vorstellungen des Marburger Bundes sollen Ärzte künftig innerhalb eines Kalendermonates zwei Wochenenden in der Zeit von freitags 18 Uhr bis montags 7 Uhr komplett frei haben. In dieser Zeit sollten Ärzte weder regelmäßige Arbeitszeit, Rufbereitschaft noch Bereitschaftsdienst haben. Der VKA hält dem entgegen, es gebe auf dem Arbeitsmarkt nicht genug Ärzte, um die Kapazitäten abzudecken. „Insbesondere bei kleinen Krankenhäusern sowie kleinen Abteilungen wären deutliche Einschränkungen des Leistungsspektrums die Folge“, so Tenzer.

Die Tarifverhandlungen starten am 21. Januar. Weitere Termine sind für den Februar und März angesetzt.

Autor

 Hendrik Bensch

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