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Tarifgespräche

VKA: Bereitschaftsdienste nicht weiter einschränken

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Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Marburger Bund haben sich gestern zum ersten Gespräch in der Tarifrunde für die Ärzte an kommunalen Kliniken getroffen. Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gingen anlässlich des ersten Gesprächs insbesondere auf den Bereitschaftsdienst ein. "Ohne ihn ist die flächendeckende gesundheitliche Versorgung der Menschen rund um die Uhr nicht mehr zu gewährleisten", sagte VKA-Verhandlungsführer Dirk Tenzer. "Jede weitere Einschränkung muss dringend vermieden werden.“

Der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Rolf Lübke, erklärte, der VKA müsse erkennen, dass die Forderungen der Gewerkschaft zum Bereitschaftsdienst dazu dienten, die Arbeitsbedingungen "substanziell zu verbessern." Die Ärztegewerkschaft hat vor dem Start der Tarifgespräche unter anderem fünf Prozent mehr Gehalt gefordert. Zudem sollen die Entgelte für Bereitschaftsdienste nach den Vorstellungen des Marburger Bundes kräftig steigen. Die Gewerkschaft will zudem die Möglichkeiten einschränken, Bereitschaftsdienste anzuordnen. So soll beispielsweise künftig die Arbeitszeit nur noch durch Systeme erfasst werden, die von der Ärztegewerkschaft lizensiert wurden. Der Marburger Bund will zudem darauf drängen, die Zahl der Dienste zu begrenzen.

Die Wünsche mancher Ärzte nach mehr Freizeit seien verständlich und bei den Verhandlungen "zu berücksichtigen", so VKA-Hauptgeschäftsführer Klaus-Dieter Klapproth. "Andererseits ist die Bereitschaftsdienstvergütung auch für viele Ärzte eine willkommene Gehaltsaufstockung." Er machte zudem auf die finanzielle Situation vieler Kliniken aufmerksame. "Die Finanzsituation der Krankenhäuser ist nach wie vor äußerst angespannt“, so Klapproth.

Der nächste Gesprächstermin in der Tarifrunde für die rund 55.000 Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern ist nun am 20. und 21. Februar.

Autor

 Hendrik Bensch

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