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Median startet Big-Data-Analyse für Herzpatienten

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Die Median Kliniken haben eine groß angelegte Untersuchung dazu gestartet, wie wirksam die kardiologische Rehabilitation für Herzinsuffizenz-Patienten ist. Dazu baut der größte private deutsche Rehaklinik-Betreiber nun ein Datenregister für Rehabilitationspatienten mit Herzinsuffizienz auf, teilte das Unternehmen mit. Mit der Untersuchung will Median klären, welche Eingangsvoraussetzungen, psychologischen Komponenten, Therapieverfahren und Inhalte für Schulungen bei Patienten mit Herzschwäche besonders wirksam sind.

An den 17 kardiologischen Kliniken von Median werden rund 2.000 Patienten im Monat behandelt. Zehn Prozent von ihnen, die unter Herzinsuffizienz leiden, kommen als Teilnehmer der Studien infrage. „Wir glauben, dass Rehabilitation den Verlauf einer Herzschwäche positiv beeinflussen kann und wollen mit dieser groß angelegten Studie prüfen, welchen Effekt eine kardiologische Rehabilitation bei Herzinsuffizienz hat”, sagt Christoph Altmann, MBA, Chefarzt der Klinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen an der Median Klinik Bad Gottleuba. „Selbst bei einem Datenverlust von 50 Prozent wäre die Studie noch größer als alle bisherigen Untersuchungen.”

Mit Einverständnis der Patienten sammelt Median anonym in einem zentralen Register demografische Angaben, klinische Behandlungsdaten und die Werte von Reha-Scores. Darüber hinaus erhebt Median mit einem strukturierten Fragebogen persönliche Gesundheitsinformationen der Patienten am Anfang und am Ende der Rehabilitation.

Median beginne, über alle Fachdisziplinen systematisch medizinische Ergebnisdaten zu erheben, erklärte André M. Schmidt, Geschäftsführer bei Median. Mithilfe der Daten sollen die Therapien und Behandlungsstrategien weiter verbessert werden. 

In Deutschland werden jährlich mehr als 400.000 Herzinsuffizienz-Patienten stationär im Krankenhaus behandelt. Rund ein Viertel von ihnen kommt innerhalb von 30 Tagen nach der Entlassung erneut ins Krankenhaus. Mithilfe neue Versorgungsmodelle sollen Betroffene nun besser  betreut werden. Insbesondere sollen Begleitkrankheiten behandelt und eine langfristige Medikation gesichert werden. Nach Schätzungen erhalten derzeit weniger als zehn Prozent der Herzinsuffizienz-Patienten nach einer Krankenhausbehandlung eine Reha.

Autor

 Hendrik Bensch

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