250
Passwort vergessen

Krankenhausstrukturfonds

Kliniken kritisieren Förderschwerpunkte in NRW

  • News des Tages

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) hat den Umgang der Landesregierung mit den Geldern aus dem Krankenhausstrukturfonds scharf kritisiert. Grund für den Unmut ist eine Vereinbarung des Gesundheitsministeriums in NRW mit den gesetzlichen Krankenkassen im Land. Sie haben kürzlich festgelegt, mit dem Geld aus dem Fonds in diesem und im kommenden Jahr nur die Schließung und Konzentration von Klinikstandorten zu fördern. Digitalisierungsvorhaben oder zusätzliche Ausbildungskapazitäten für Pflegepersonal sollen mit den Geldern nicht gefördert werden.

Der Krankenhausstrukturfonds wurde 2016 eingerichtet. Die Gelder aus dem Fonds sollten ursprünglich ausschließlich dazu dienen, bestehende Überkapazitäten abzubauen, stationäre Angebote zusammenzuführen und Krankenhäuser in nicht akutstationäre Einrichtungen umzuwandeln. Mit dem Pflegestärkungsgesetz hatte die Bundesregierung im vergangenen Jahr beschlossen, den Fonds ab 2019 für vier Jahre mit einem Volumen von einer Milliarde Euro jährlich fortzusetzen. Seit Anfang dieses Jahres können mit Geld aus dem Fonds auch digitale Anwendungen gefördert werden. Auch neue Ausbildungskapazitäten für Pflegepersonal können mithilfe des Fonds geschaffen werden.

Regierung und Kassen sei der Abbau der Krankenhausversorgung anscheinend wichtiger als Investitionen in die Zukunft der Patientenversorgung in NRW, kritisiert die KGNW nun. Die Verärgerung der Kliniken in NRW sei groß, dass Land und Krankenkassen die Themen Pflegeausbildung und Digitalisierung als Investitionsfelder "bei weitem nicht ausreichend würdigen", erklärte KGNW-Präsident Jochen Brink. "Mit dem Finger immer auf das Thema Strukturveränderungen und angebliche Überkapazitäten zu zeigen, kann jedenfalls nicht die Lösung sein", so Brink. Notwendig sei nun unter anderem ein "Digitalpakt Krankenhaus". Bund und Land sollten angelehnt an das gleichnamige Milliardenprogramm für die Schulen auch Fördermittel für die Digitalisierung der Krankenhäuser zur Verfügung stellen.

Autor

 Hendrik Bensch

Zur Übersicht

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Unsere Zeitschriften

f&w

Pflege und Krankenhausrecht

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich