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Tarifverhandlungen

Gespräche zwischen kommunalen Arbeitgebern und Marburger Bund vertagt

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Die Tarifverhandlungen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) und des Marburger Bundes sind heute unterbrochen und auf einen unbestimmten Zeitpunkt vertagt worden. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter konnten in vielen Punkten noch keine Einigung erzielen. Die Tarifgremien des Marburger Bundes werden in dieser Woche nun die aktuelle Situation bewerten. Am Samstag kommt die Große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft zusammen und wird über das weitere Vorgehen entscheiden.

Einer der Knackpunkte bei den Verhandlungen für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken ist eine Forderung des Marburger Bundes zum Tarifeinheitsgesetz. Die Ärztegewerkschaft will eine rechtsverbindliche Vereinbarung vom VKA erhalten, dass das Tarifeinheitsgesetz in den Krankenhäusern nicht angewendet wird. Damit will der Marburger Bund verhindern, dass in einem Betrieb mit unterschiedlichen Tarifverträgen unterschiedlicher Gewerkschaften die Vereinbarung mit der mitgliederstärksten Gewerkschaft gilt. Die Ärztegewerkschaft erklärte nun in einer Pressemitteilung, die VKA weigere sich eine rechtsverbindliche Vereinbarung zu schließen. VKA-Hauptgeschäftsführer Klaus Klapproth entgegnete hingegen: „Wir haben dem Marburger Bund angeboten, dessen alleinige Zuständigkeit für die Krankenhausärzte rechtssicher zu vereinbaren. Dies wurde ohne erkennbaren Grund abgelehnt.“

Auch bei anderen Themen wie Gehaltserhöhungen, Bereitschaftsdiensten oder der Arbeitszeiterfassung sind die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite noch nicht zu einer Einigung gelangt. Die VKA hat unter anderem eine Entgelterhöhung in zwei Stufen angeboten: ab dem 1. Juli 2019 um 2,8 Prozent und ab dem 1. Juli 2020 um weitere 2,5 Prozent. Zudem soll es Entlastungen bei den Bereitschaftsdiensten und eine Zusatzvergütung geben, wenn sich kurzfristig der Dienstplan ändert.

Autor

 Hendrik Bensch

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