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Kommunale Krankenhäuser

Zeichen stehen auf Streik

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Die Große Tarifkommission des Marburger Bundes hat die Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) für gescheitert erklärt. Das Angebot der VKA sei "nicht akzeptabel", heißt es in einer Pressemitteilung der Ärztegewerkschaft. Der Marburger Bund bereitet sich nun auf einen Arbeitskampf vor. „Ab sofort sind Warnstreiks möglich", erklärte der erste  Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke.

In der vergangenen Woche waren beide Seiten auch in der dritten Verhandlungsrunde zu keiner Einigung gelangt. Streitpunkt ist unter anderem das Gehalt. Der Marburger Bund fordert ein Plus von fünf Prozent bezogen auf ein Jahr. Die VKA bietet nach eigenen Angaben ein Plus von insgesamt 5,4 Prozent in zwei Stufen zum 1. Juli dieses und 1. Juli kommenden Jahres an.

Ein weiterer Knackpunkt bei den Verhandlungen für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken ist eine Forderung des Marburger Bundes zum Tarifeinheitsgesetz. Die Ärztegewerkschaft will eine rechtsverbindliche Vereinbarung von der VKA erhalten, dass das Tarifeinheitsgesetz in den Krankenhäusern nicht angewendet wird. Damit will der Marburger Bund verhindern, dass in einem Betrieb mit unterschiedlichen Tarifverträgen unterschiedlicher Gewerkschaften die Vereinbarung mit der mitgliederstärksten Gewerkschaft gilt. Nach Angaben der Ärztegewerkschaft weigert sich die VKA, eine rechtsverbindliche Vereinbarung zu schließen. Der Arbeitgeberverband hatte hingegen erklärt, man wolle mit dem Marburger Bund die "alleinige Zuständigkeit für die Krankenhausärzte rechtssicher [...] vereinbaren".

Darüber hinaus haben beide Seiten unter anderem noch unterschiedliche Vorstellungen zu den Wochenend-Regelungen. Während der Marburger Bund zwei freie Wochenenden pro Monat festlegen will, bietet der VKA eine Garantie für mindestens 20 freie Wochenenden pro Jahr an.

Autor

 Hendrik Bensch

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