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Fallzahlen im Krankenhaus

Das Ende des Wachstums

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Jahrzehntelang gab es bei stationären Fallzahlen im Grunde nur eine Richtung: nach oben. Nun vermelden viele Häuser Stagnation, sogar Rückgänge: Helios, Agaplesion und der Krankenhauszweckverband Rheinland sind nur einige prominente Beispiele. Vieles spricht dafür, dass das Ende des Wachstums nun vorläufig erreicht ist, wie die April-Titelstrecke von f&w zeigt. 

Zwar fällt das Minus mit bundesweit rund 90.000 Fällen beziehungsweise 0,4 Prozent von 2017 auf 2016 noch klein aus. Aber selbst ein Nullwachstum ist Neuland für die Klinikbranche. „Nur Wachstum und Skaleneffekte gleichen die steigenden Koste aus. Und die Decke ist in vielen Krankenhäusern dünn“, sagt Boris Augurzky vom RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung. Auch Dr. Josef Düllings, Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren (VKD), geht davon aus, dass man von einem Ende des Wachstums sprechen könne – mit gravierenden Folgen. „Drei Prozent weniger ist für ein Krankenhaus schwer zu verkraften“, so Düllings in f&w. 

Die Gründe für die sinkenden Fallzahlen sind vielfältig: Ambulantisierung, MDK-Prüfungen und Personalmangel sind die wichtigsten Faktoren, die Klinikmanager im Gespräch mit f&w nennen. Sie erwarten auch, dass die Folgen des Personalmangels in Zukunft noch viel gravierender ausfallen werden – Stichwort Personaluntergrenzen.

Jetzt Artikel lesen: Wie sich Krankenhäuser nun aufstellen wollen und warum der Wettbewerb im Krankenhausmarkt vor allem für kleine Häuser noch intensiver werden dürfte.

Über das Titelbild der neuen f&w werden die Teilnehmer des 18. Nationalen DRG-Forums abstimmen (App jetzt downloaden und voten).

Weitere Artikel aus der Titelstrecke von f&w


Sinkende Fallzahlen sind vor allem die Folge rigider MDK-Prüfungen in den Krankenhäusern, sagt Josef Düllings. Der VKD-Präsident rät Kliniken, ihre Dokumentation zu optimieren, und empfiehlt standfeste Verhandlungen mit den Kassen.

Interview mit Josef Düllings jetzt lesen


Seit Jahren versucht die Politik, die Anreize zur Mengenausweitung im Vergütungssystem zu reduzieren. Dieses wird dadurch aber handlungsunfähig und setzt keine richtigen, struktur- und wegweisenden Anreize mehr. Ein ordnungspolitischer Apell für die Neuausrichtung des DRG-Systems des Gesundheitsökonomen Andreas Beivers.

Artikel von Andreas Beivers jetzt lesen


Das Ende der Mengensteigerung könnte die Konzentration der Kliniklandschaft einläuten. Das wünscht sich zumindest Stefan Wöhrmann. Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen befürchtet der Experte des VDEK jedoch, dass die falschen Kliniken den Ton angeben.

Interview mit Stefan Wöhrmann jetzt lesen

Autor

 Florian Albert

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