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18. Nationales DRG-Forum

Mehr Macht für die Kommunen

  • DRG-Forum News

Wie bekommt man ein flächendeckendes, qualitativ gutes Versorgungssystem mit begrenzt verfügbaren ärztlichen und pflegerischen Personal hin? Franz Wagner, Josef Düllings und FDP-Politiker Andrew Ullmann beschäftigten sich auf dem DRG-Forum mit der Gretchenfrage des Gesundheitswesens.

Bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Personalmangel und Strukturplanung“ auf dem 18. Nationalen DRG-Forum und 3. Nationalen Reha-Forum wurde eines deutlich: Die Meinung, dass es in Deutschland eine Strukturveränderung der Krankenhauslandschaft geben muss, ist mittlerweile Konsens. „Wir haben in Deutschland viele Krankenhausbetten. Würden wir die Hälfte abbauen, hätten wir doppelt so viele Pflegekräfte pro Bett“, warf Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR) zu Beginn in den Raum. Bekanntermaßen sind Krankenhausschließungen in Deutschland jedoch äußerst unpopulär. „Wenn ein Krankenhaus schließt, müssen Versorgungsangebote entstehen, die für die Bürger attraktiv sind und auch kommuniziert werden“, bemerkt Josef Düllings, Präsident des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Andrew Ullmann, FPD-Abgeordneter im Bundestag, blies ins selbe Horn. „Wir müssen die Menschen mitnehmen. Viele wissen nicht, dass die Mortalität in kleinen Krankenhäusern oft deutlich höher ist.“ Der Parlamentarier griff die Länder für ihre laxe Krankenhausplanung an. Vor allem in Ballungsgebieten manifestierten die Länder eine Krankenhausmedizin, „die sehr teuer ist“. Auch Düllings monierte, dass es bis auf wenige Ausnahmen keine vernünftige Krankenhausplanung gebe. „Und wenn das Land dann etwas ändern will, kommen die Bürgermeister und schützen ihr Krankenhaus“, so Düllings.

Im Grunde, so Düllings, müsse man die Kommunen mehr in die Verantwortung nehmen. Oft lägen gute Lösungen schon auf dem Tisch – doch die Kommunen würden von den Landesregierungen allein gelassen. Auch Franz Wagner vom DPR forderte, dass mehr Entscheidungen in den Kommunen fallen müssen. „Wenn die Kommune das Budget hat, und die KBV einen Arztsitz nicht besetzen kann, könnte dann auch die Kommune einen Arzt anstellen.“

Autor

 Jens Mau

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