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Zahlen des MDK Nordrhein

Analyse: Nur sehr wenige falsche Klinikrechnungen

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Lediglich ein sehr geringer Teil der Rechnungen, die der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Nordrhein geprüft hat, ist von Krankenhäusern falsch gestellt worden. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Beratungsunternehmens Kaysers Consilium. Interpretiere man Falschabrechnungen im Sinne von fehlerhaften Abrechnungskodes, waren nur 3,6 Prozent aller gestellten GKV-Krankenhausabrechnungen nicht korrekt, geht aus der Untersuchung hervor. Der MDK Nordrhein hatte kürzlich mitgeteilt, dass die Zahl der Abrechnungsprüfungen im vergangenen Jahr auf ein Rekordniveau gestiegen ist.

Der MDK Nordrhein hatte im vergangenen Jahr 17 Prozent der Krankenhausfälle geprüft. Hiervon wurde rund die Hälfte zugunsten der Krankenkasse gekürzt. Das entspricht 8,6 Prozent aller Fälle, wie Kaysers Consilium berechnet hat. Fast 60 Prozent der gekürzten Fälle wurden geändert, weil der Patient nicht ambulant abgerechnet wurde oder zu lange im Krankenhaus lag. "Es lag also keine falsche Abrechnung, sondern aus Sicht des MDK eine falsche Versorgungsform vor", heißt es in der Analyse. Somit würden unterm Strich nur 3,6 Prozent aller abgerechneten stationären Fälle von GKV-Patienten bleiben, die aus Sicht des MDK eine falsche, fehlerhafte oder nicht nachvollziehbare Kodierung aufwiesen.

Die im Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) zusammengeschlossenen kaufmännischen Führungskräfte deutscher Krankenhäuser fordern angesichts der Zahlen Politik und Selbstverwaltung auf, Änderungen vorzunehmen. "Wir fordern ein neutrales Prüfinstitut", so VKD-Präsident Josef Düllings. Selbst die weniger als vier Prozent, die als falsch abgerechnet gelten, seien in der Mehrzahl keine bewussten Falsch- sondern Fehlkodierungen, so der VKD. Sie beruhten auf unklaren Regelungen und Definitionen. Der Mangel an klaren Definitionen und Regelungen öffne "Tür und Tor für alle möglichen Interpretationen". Hier müsse sich auch die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen einige Fragen gefallen lassen. Die Regelungsinstrumente für die Abrechnung von Krankenhausleistungen hätten "längst angepasst werden müssen", so der VKD. Die Selbstverwaltungspartner hätten jedoch viele Entscheidungen den Sozialgerichten überlassen.

Autor

 Hendrik Bensch

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