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Pflege-Reform

PKMS: Krankenkassen und Kliniken uneinig

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Mit der Ausgliederung der Pflege aus dem DRG-System ist auch die Zukunft des PKMS ungewiss. Für die Kliniken stehen 500 Millionen Euro Zusatzeinnahmen auf dem Spiel. Bislang sind sich Politik, Kliniken und Krankenkassen uneinig, wie hochaufwendige Pflege künftig abgerechnet werden und der Dokumentationsaufwand reduziert werden soll. Eigentlich hätten Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der GKV-Spitzenverband, das Institut für das Entgeltsystem (InEK) und das Bundesgesundheitsministerium bis 15. Februar dieses Jahres klären soll, wie es weitergeht. Dann bis Ende Februar. Beide Fristen sind verstrichen, doch bislang haben sich die Vertragsparteien auf fachlicher Ebene noch nicht einigen können.

DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum zeigte sich auf dem 18.Nationalen DRG-Forum im März in Berlin optimistisch, dass im September eine annehmbare Lösung auf dem Tisch liegen wird. "Die Gründe für die Ausgliederung der Pflegepersonalkosten sind nach wie vor lebendig", sagte Baum. Er sprach sich außerdem dafür aus, im Zuge des Pflexits die PKMS-Kodierung abzuschaffen. Von den 410 Millionen Euro wandere der Großteil sowieso ins Pflegebudget. Die verbleibenden 125 Millionen Euro (Sachkosten) sollten nach Baums Ansicht auf die Fallpauschalen umverteilt werden. "Auch wenn diese Umverteilung für den ein oder anderen einen kleinen Nachteil bedeuten mag: Die Drangsalierung durch den MDK beim Pflegekomplexmaßnahmen-Score würde wegfallen."

Anderer Meinung sind indes Vertreter der Krankenkassen. "Die Abschaffung des PKMS wäre falsch", sagt Jürgen Malzahn, Leiter stationäre Versorgung beim AOK Bundesverband, in der neuen Ausgabe von f&w. Der PKMS sei ein ein funktionierender wichtiger Indikator für die aufwendige Pflege.

Wie sich weitere Experten zu diesem Thema positionieren, lesen Sie in der neuen Ausgabe von f&w.

Autor

 Philipp Schwehm

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