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Health Innovation Hub

Spahns IT-Experiment ist gestartet

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Gottfried Ludewig und Jens Spahn haben am Donnerstag den Health Innovation Hub (hih) eröffnet. Die Feier war gut besucht – die Erwartungen sind hoch. Eine nachgeordnete Behörde, so versicherte Minister Jens Spahn, soll der Hub aber nicht werden.

Der Hub ist ein Baby von Gottfried Ludewig. Der Abteilungsleiter Digitalisierung im Gesundheitsministerium führte durch die Einweihungsfeier, auf der neben dem Gesundheitsminister auch die Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär sowie viele weitere prominente Köpfe aus dem Bundestag und dem Gesundheitsministerium zu Gast waren.

„Ein neues Expertengremium unterstützt uns ab sofort, so dass Verbesserungen schneller in der Praxis ankommen“, hatte Spahn bereits vorab auf Twitter angekündigt. „Wenn wir ehrlich sind, sind wir ein paar Jahre hinterher und das wollen wir jetzt zügig aufholen. Das ist mein Wunsch. Der Hub soll uns kreative Ideen bringen.“ Der Minister bemerkte vor den rund 150 Gästen, dass es nicht einfach gewesen sei, den Hub innerhalb seiner Behörde durchzusetzen. In der Tat haben die Büroräume wenig mit einem Ministerium gemein. Sie versprühen eher Start-up-Atmosphäre. Liegestühle sollen demnächst angeliefert werden, hieß es.

Spahn betonte in seiner Rede gleich mehrfach, dass es sich beim hih um ein Experiment handle. Stephanie Kaiser, Mitglied des Digitalrats der Bundesregierung, sprang dem Minister bei: Es sei bei Innovationen normal, dass Dinge schiefgehen, man dürfe nicht gleich alles kaputtreden. Die Frage, ob der Hub zu einer nachgeordneten Behörde des Ministeriums werden solle, verneinte Spahn. Was der Hub im Einzelnen machen soll und welchen Ansatz er verfolgt, verriet aber auch niemand.

Ist es sein Ziel, Spitzenmedizin und IT zusammenzubringen? Geht es in Richtung des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam, das disruptive Technologien vorantreibt? Welche Rolle spielen Big Data oder Künstliche Intelligenz für den Hub? Soll er der Nukleus eines Clusters werden? Beteiligt er sich auch an den klassischen Themen der Telematikinfrastruktur, für die Ludewig verantwortlich ist? Nur so viel ist klar: Für drei Jahre stehen dem Hub 5,4 Millionen Euro für Personalkosten zur Verfügung. Geplant sind elf Stellen, von denen derzeit etwa die Hälfte besetzt ist. Chef des Hubs ist Prof. Jörg Debatin. Der Radiologie wurde unter anderem bekannt, weil unter seiner Leitung die Uniklinik Hamburg-Eppendorf als erste in Deutschland 2010 voll digitalisiert wurde. Träger des Hubs ist die BWI GmbH, ein IT-Dienstleister des Bundes, der vor allem für das Verteidigungsministerium arbeitet.

Autor

 Jens Mau

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