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Kardiologenkongress

Herzspezialisten fordern mehr Mittel für die Medikamentenforschung

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Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) kommen zwischen dem 24. und 27. April in Mannheim mehr als 8.500 Herzspezialisten zusammen und diskutieren mögliche Ansätze für die Behandlung von Atherosklerose. „Meine feste Überzeugung ist, dass noch zu entwickelnde antiinflammatorische, also antientzündliche Therapiestrategien das Potential haben, die Behandlung der Atherosklerose wesentlich und positiv zu verändern“, erklärte Tagungspräsident Prof. Dr. Stephan Baldus. Bisher kann die Erkrankung weder mit cholesterinsenkenden Therapien in ihrem Entstehen verhindert noch mit Bypass-Operationen oder der Implantation von koronaren Stents gestoppt werden.

Es müsse mehr in die Entwicklung von Medikamenten investiert werden. Mit einer einzelnen Substanz könne man das komplexe Krankheitsbild zwar weder verhindern noch rückgängig machen, so der Experte, aber man sei auf dem richtigen Weg, indem gezielt Signalkaskaden der Zellen attackiert würden. „Ich hoffe sehr, dass sich dies in einer Verbesserung der Therapieoptionen dieser Erkrankung niederschlägt, die wahrscheinlich nicht mit einem einzigen Medikament zurückzudrängen oder zumindest zum Stillstand zu bringen ist“, meint Baldus.

Autor

 Jens Mau

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