250
Passwort vergessen

Datenschutz

Neues IT-Verfahren von LMU und Charité

  • News des Tages

Wissenschaftler am Klinikum der LMU München und der Charité Universitätsmedizin Berlin haben erstmals gemeinsam Patientendaten ausgewertet, ohne diese austauschen zu müssen. Das Verfahren heißt „Secure Multiparty Computation“, teilte die LMU mit. 

Das neue IT-Verfahren komme dabei ganz ohne eine zentrale Datenbank oder einen Vertrauensmann mit Generalschlüssel aus. Dies sei ein großer Vorteil, denn in der Vergangenheit seien zentrale Datenbanken häufig zur Zielscheibe von Hackern geworden. „Jetzt verlassen die Patientendaten unser Klinikum nicht mehr, und gleichzeitig können wir mit anderen Standorten deren und unsere Daten gemeinsam auswerten“, sagte Hendrik Ballhausen, Initiator des Experiments. Die Berechnung der Daten läuft bei dem neuen Verfahren demnach nicht auf einem einzelnen Rechner, sondern zwischen den Servern der Standorte auf einem verschlüsselten Protokoll. Am Ende erhielten alle Standorte zum gleichen Zeitpunkt das Ergebnis. Gleichzeitig bestehe volle Transparenz und Kontrolle, was mit den Daten geschieht, und Angreifer könnten nicht auf diese zugreifen.

Die neue Methoden haben die Wissenschaftler verwendet, um in den Patientendaten einer besonders aggressiven Krebserkrankung, dem Glioblastom, nach versteckten Einflussfaktoren für das Patientenüberleben zu suchen. Aktuell sei die Gründung eines Netzwerks geplant, um die Methode bundesweit zu etablieren.

Autor

 Philipp Schwehm

Zur Übersicht

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Unsere Zeitschriften

f&w

Pflege und Krankenhausrecht

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich