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Konzertierte Aktion Pflege

Personalbemessung: Erster Vorschlag bis Jahresende

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Bis Ende dieses Jahres soll ein "Interims-Vorschlag" für ein Personalbemessungsverfahren für Krankenhäuser vorliegen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Krankenkassen und der Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV), Deutscher Pflegerat, Gewerkschaften und Arbeitgeber werden bis dahin ein Konzept entwickeln. Das wurde heute im Rahmen der Vorstellung der Ergebnisse zur sogenannten „Konzertierten Aktion Pflege“ bekanntgegeben. Damit steht eine erste Deadline für das Instrument, das im Frühjahr angekündigt worden war.

Was sich beim Thema Pflegepersonal ändern soll, war eines der Themen, das im Rahmen der „Konzertierten Aktion Pflege“ besprochen wurde. Die Bundesministerien für Gesundheit, Familie und Arbeit hatten die Initiative im vergangenen Sommer angestoßen. Dabei wurden mehrere Arbeitsgruppen zusammen mit den Ländern, Pflegeverbänden und Krankenhäusern, den Kirchen, Kassen und weiteren Akteuren gestartet. Heute stellten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sowie Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) die Ergebnisse der gemeinsamen Aktion vor.

Die Vorhaben und Vorschläge betreffen insbesondere Pflegeeinrichtungen, aber auch - wie beim Thema Pflegepersonal - Kliniken. So wurde beispielsweise beschlossen, dass der Verantwortungsbereich von Pflegekräften ausgeweitet werden soll. Hierzu sollen unter anderem "Standards zur Zusammenarbeit" mit anderen Gesundheitsberufen, wie etwa Ärzten, entwickelt und weitere "Verordnungsmöglichkeiten" geprüft werden. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) will den Prozess hierzu dieses Jahr starten. Ziel sei es, die bisherigen Möglichkeiten, "Heilkunde auf Pflegefachkräfte zu übertragen, besser zu nutzen und bestehende Hürden abzubauen", teilte das BMG mit. 

Zudem verpflichten sich die Krankenhäuser "einen hohen Arbeitsschutzstandard und mehr Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung umzusetzen und das betriebliche Eingliederungsmanagement auszubauen, zu verlässlichen Dienstplänen, der Fort- und Weiterbildung von Führungskräften in der Pflege sowie der verbesserten Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf". Außerdem soll erreicht werden, dass es leichter wird, Pflegefachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Es sollen eine Zentrale Servicestelle für berufliche Anerkennung aufgebaut, ein Gütesiegel für private Vermittler ausländischer Pflegekräfte entwickelt und Möglichkeiten der Fach- und Sprachausbildung für ausländische Pflegekräfte in den Herkunftsländern geprüft werden.

Autor

 Hendrik Bensch

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