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Notfallversorgung im ländlichen Raum

KKVD wünscht sich Stärkung regionaler Netzwerke

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Ein von Gesundheitsminister Spahn lange angekündigter Referentenentwurf zur Notfallversorgung wird immer noch mit Spannung erwartet. Die Reform ist so komplex, dass es offenbar noch Abstimmungsbedarf gibt. Die Verbände bringen sich derweil in Stellung.

Auf einer Veranstaltung in Berlin fordert der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (KKVD) Klarheit über die Pläne zur Zukunft der ambulanten Notfallversorgung. Aus Sicht des KKVDs sind dabei unbedingt die Unterschiede zwischen ländlichen Räumen und Ballungsgebieten zu berücksichtigen. Den Regionen dürften keine starren Notfallstrukturen übergestülpt werden, die am grünen Tisch in Berlin erdacht wurden, fordert der Verband. Ein Drittel der katholischen Krankenhäuser kooperiere bereits mit ambulanten Bereitschaftspraxen oder in ähnlichen Modellen. "Hier werden die Patientenströme wohnortnah erfolgreich gelenkt", bemerkt die KKVD-Geschäftsführerin Bernadette Rümmelin. "Wird aber die stationäre Stufen-Regel des G-BA zur Blaupause für die Standortauswahl der Integrierten Notfallzentren, fällt damit ein großer Teil der Krankenhäuser zur Grund- und Regelversorgung heraus. Die Menschen auf dem Land werden hier deutlich längere Wege zur nächsten Notfallambulanz eines Krankenhauses auf sich nehmen müssen. Dabei sind gerade ältere Patienten in ihrer Mobilität stark eingeschränkt. Und durch längere Wege geht im Notfall wichtige Zeit verloren. Die Notfallversorgung muss erreichbar bleiben."

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat für den Krankenhausbereich drei Notfallstufen zur Finanzierung der Versorgung eingeführt. Der Sachverständigenrat (SVR) Gesundheit schlägt zudem eine Konzentration der ambulanten Notfallversorgung nur noch an den Standorten größerer Krankenhäuser vor. Dort sollen Integrierte Notfallzentren (INZ) eingerichtet werden. Laut einer forsa-Umfrage befürchten 44 Prozent der Menschen ab 45 Jahren dadurch eine schlechtere Versorgung. Gesundheitsminister Jens Spahn hat einem Eckpunktepapier skizziert, wie die Reform aussehen soll, allerdings sind noch viele Fragen ungeklärt (aktuelle Ausgabe des Fachmagazins f&w). Notwendig sei ein Rahmen, der Netzwerke und Kooperationen in den Regionen stärkt, so Rümmelin.

Autor

 Jens Mau

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