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GKV-Finanzierung

Finanzreserven der Kassen weiter bei 21 Milliarden Euro

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Die Gesetzlichen Krankenkassen haben bei einem Ausgabenvolumen von über 62 Milliarden Euro im ersten Quartal 2019 ein geringes Defizit von rund 102 Millionen Euro erzielt. Die gleichzeitig vorgelegten Jahresergebnisse 2018 ergaben einen Überschuss von 2,09 Milliarden Euro – das sind rund 100 Millionen Euro mehr als in den vorläufigen Werten ausgewiesen. Damit liegen die Finanzreserven der Kassen nach der hohen Überschussentwicklung in den letzten drei Jahren Ende März 2019 weiterhin bei rund 21 Milliarden Euro. Im Durchschnitt entspricht dies mehr als einer Monatsausgabe und damit mehr als dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve, erklärt das Bundesgesundheitsministerium in einer Mitteilung.

„Die Zahlen zeigen: Trotz des leichten Defizits verfügen die Krankenkassen immer noch über ausreichend Rücklagen. Einige – aber bei weitem noch nicht alle – Kassen haben ihre Zusatzbeiträge am Jahresanfang endlich gesenkt. Jetzt sollten die anderen Kassen ihre Spielräume auch konsequent nutzen: Entweder für bessere Leistungen oder für finanzielle Entlastungen ihrer Versicherten“, fordert Minister Jens Spahn.

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen) verzeichneten im ersten Quartal einen Überschuss von rund 89 Millionen Euro, die Knappschaft-Bahn-See von 26 Millionen Euro und die Landwirtschaftliche Krankenversicherung von neun Millionen Euro. Die Ersatzkassen verbuchten ein Defizit von 151 Millionen Euro, die Betriebskrankenkassen von 59 Millionen Euro, die Innungskrankenkassen von 16 Millionen Euro. Das Defizit bei den Ersatzkassen ist ausschließlich auf ein entsprechendes Minus der größten Techniker Krankenkasse zurückzuführen, die damit einen geringen Teil ihrer hohen Finanzreserven abgebaut hat.

Autor

 Jens Mau

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