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Gemeinsamer Bundesauschuss

Perinatalzentren: Übergangsregelung zu Personalvorgaben soll länger gelten

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Die Personalvorgaben für die perinatologische Versorgung in Krankenhäusern werden später verpflichtend greifen als bisher geplant. Die Übergangsregelung zur Erfüllung der Personalvorgaben wird verlängert werden. Das haben die Vertreter der unterschiedlichen Bänke heute bei der Plenumssitzung des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA) bekundet. "Es besteht Einigkeit darüber, dass die zum 31. Dezember 2019 endende Übergangsregelung zur Erfüllung der Personalvorgaben verlängert werden muss", erklärte der unparteiische Vorsitzende des G-BA, Josef Hecken. Das Gremium will nun im Juli das Stellungnahmeverfahren zu den Regelungsvorschlägen einleiten.

Hintergrund für die Entscheidung ist die schwierige Personalsituation in der Pflege. In der vergangenen Woche hatte die Deutsche Krankenhausgesellschaft erneut darauf hingewiesen, dass viele Einrichtungen die Vorgaben nicht erfüllen können, weil qualifiziertes Personal auf dem Arbeitsmarkt fehlt. "Wenn von 211 Perinatalzentren 191 die Anforderungen nicht erfüllen können, müssen die Anforderungen an die Realität und Machbarkeit angepasst werden", so DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Er hatte nun bei der G-BA-Sitzung darauf gedrungen, dass es rechtzeitig ein Signal geben müsse, die Übergangsphase zu verlängern.

Die Personalvorgaben sind in der Richtlinie über Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Reifgeborenen (QFR-RL) festgehalten. Darin sind unter anderem die Anforderungen an die pflegerische Versorgung von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm festgelegt. So muss etwa auf der neonatologischen Intensivstation eines Perinatalzentrums jederzeit mindestens eine Kinderkrankenpflegerin oder ein -krankenpfleger je intensivpflichtigem Frühgeborenen verfügbar sein. Laut der Übergangsregelung darf von den Anforderungen noch bis Ende dieses Jahres abgewichen werden.

Autor

 Hendrik Bensch

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