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Klinikfinanzierung

Sachsen-Anhalt will Krankenhausförderung verdoppeln

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Die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt sollen vom Land in den kommenden beiden Jahren deutlich mehr Geld bekommen. Die Mittel sollen von 48,8 Millionen in zwei Schritten auf 104,5 Millionen Euro im Jahr 2021 steigen, teilte das Sozialministerium gestern mit. Das sei Gegenstand der aktuellen Haushaltsverhandlungen, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Zudem werde darüber nachgedacht, ein spezielles Kreditprogramm für Krankenhäuser aufzulegen.

Im Haushaltsjahr 2020 will das Land die Pauschalförderung von 43,8 auf 54,5 Millionen Euro aufstocken. Damit könnten Kliniken mehr kleinere Baumaßnahmen, aber auch Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände sowie Geräte finanzieren. Insgesamt stünden damit im kommenden Jahr 71,5 Millionen Euro zur Verfügung, 2021 dann 104,5 Millionen Euro.

Grund für die geplanten, zusätzlichen Mittel ist der große Investitionsstau an Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt. "Dass wir mehr Investitionen brauchen, ist unbestritten", erklärte Grimm-Benne. Derzeit ist Sachsen-Anhalt bei den Krankenhausinvestitionskosten pro Einwohner bundesweit Schlusslicht.

Wie groß die Investitionslücke ist, zeigt auch eine Studie des isw – Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Halle (isw), die gestern vorgestellt wurde. Demnach fehlten im Jahr 2017 insgesamt 143 Millionen Euro. In den Jahren 2006 bis 2017 ist die durchschnittliche Investitionslücke auf 1,5 Milliarden Euro angewachsen, heißt es in der Untersuchung, die das Institut im Auftrag der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt erstellt hat.

Autor

 Hendrik Bensch

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