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Goodbye Honorararzt - Das BSG-Urteil und seine Folgen

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Der Einsatz von Honorarärzten galt bereits seit Längerem als riskant. Im Juni hat das Bundessozialgericht endgültig entschieden, dass die Freelancer sozialversicherungspflichtig sind. Für die betroffenen Krankenhäuser wird es nun teuer. Ob viele selbstständige Ärzte in die Festanstellung zurückkehren werden, ist fraglich. Welche Folgen das Urteil nun hat und wie die Branche es einschätzt, analysiert f&w in der Titelstrecke der Juli-Ausgabe.

Dass die Politik durchaus reagieren könnte, zeigt das Beispiel der Notfallärzte. Als das Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern 2016 die Tätigkeit von Notärzten, die auf Honorarbasis tätig sind, als sozialversicherungspflichtige Beschäftigung eingestuft hatte, ging alles ganz schnell. Wahlkreisabgeordnete schlugen Alarm und warnten vor dem Zusammenbruch der Notfallversorgung. Einer von ihnen war damals der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel. Eine weitere Ausnahmeregelung kann er sich nicht vorstellen. "Mittelfristig muss sich der Einsatz von Honorarärzten und -pflegern, aber auch das Ausweichen auf Arbeitnehmerüberlassung des internen Betriebsfriedens willen als Geschäftsmodell erledigen“, unterstreicht der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag om Gespräch mit f&w. „Den Ärzte- und Pflegemangel als Geschäftsmodell auszunutzen, passt nicht zu den Werten unseres Gesundheitssystems.“ Damit die Versorgung bezahlbar und dadurch sichergestellt bleibe, müsste kurzfristig eine Übergangslösung gefunden werden. „Da die Länder seit Jahren zu wenig Ärzte ausbilden, müssen wir Strukturen in der Versorgung ändern. Delegation in andere Pflege- und Gesundheitsberufe und in Digitalisierung werden dringender denn je“, meint Rüddel.

Warum Krankenhäuser unterdessen weiter flexible Instrumente beim Personaleinsatz suchen und wie der Bundesverband Honorarärzte das Urteil bewertet, lesen Abonnenten von BibliomedManager bereits jetzt online.

Autor

 Florian Albert

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