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Im Ausland erworbene Qualifikationen

Nordrhein-Westfalen will Anerkennungsverfahren beschleunigen

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In Nordrhein-Westfalen sollen die Verfahren für die berufliche Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen in Gesundheitsberufen künftig schneller ablaufen. Die Bezirksregierung Münster soll ab 2020 Anlaufstelle für alle Interessierten aus Gesundheitsfachberufen und Heilberufen mit Approbation sein, die ihre Abschlüsse im Ausland erworben haben. Das gab das NRW-Gesundheitsministerium bekannt. Bislang lagen die Aufgaben zersplittert bei fünf Bezirksregierungen sowie beim Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie (LPA) in Düsseldorf.

Die Bezirksregierung Münster wird künftig die sogenannte Gleichwertigkeitsfeststellung, die Kenntnisprüfungen und die Fachsprachprüfungen für Fachkräfte mit ausländischen Abschlüssen steuern. Auch aus dem Ausland soll es nun möglich sein, elektronisch Anträge zu stellen.

Hintergrund für die Reform ist der zunehmende Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen. Die Zahl der ausländischen Berufsabschlüsse im Gesundheitsbereich, die in Deutschland anerkannt wurden, ist im vergangenen Jahr zwar gestiegen. Die Anerkennung läuft jedoch nach Ansicht vieler Akteure im Gesundheitswesen weiterhin zu langsam.

"Die Bündelung war dringend notwendig", erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Im Durchschnitt dauerten die Verfahren in den Heilberufen mit Approbationen rund 190 Tage, in den Gesundheitsfachberufen knapp 118 Tage. "Wir wollen hier deutlich schneller, effizienter und unbürokratischer werden, um wettbewerbsfähig zu sein bei Fachkräften, die wir gerade im Gesundheitsbereich dringend benötigen." Die Reform der Anerkennungsverfahren in Nordrhein-Westfalen "korrespondiere sehr gut" mit dem geplanten Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das der Bundestag kürzlich abgesegnet hat. „Damit wird die Arbeitsaufnahme für qualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten noch einmal vereinfacht", so Laumann.

Autor

 Hendrik Bensch

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