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Niedersachsen

Intensivstationen: Ein Drittel der Krankenhäuser müssen Betten sperren

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Zahlreiche Kliniken in Niedersachsen können wegen der Personalvorgaben für pflegesensitive Bereiche Betten auf Intensivstationen nicht belegen. Rund ein Drittel der Krankenhäuser in dem Bundesland musste bereits Betten sperren. Dies hat eine Umfrage der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG) ergeben, wie die NKG gestern mitteilte.

Seit Anfang des Jahres gelten in Kliniken unter anderem für die Intensivmedizin Vorgaben für die Anzahl der Pflegekräfte. In der Tagschicht darf eine Pflegekraft höchstens 2,5 Patienten betreuen, in der Nachtschicht 3,5 Patienten. Ab dem Jahr 2021 wird der Personalschlüssel weiter verschärft.

Die Krankenhäuser würden gern mehr Personal einsetzen, erklärte der NKG-Vorsitzende Hans-Heinrich Aldag. "Dieses ist jedoch auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu bekommen." Aktuell zeige  sich, dass in Niedersachsen durchschnittlich pro Krankenhaus vier Stellen auf Intensivstationen und neun Stellen auf allgemeinen Stationen im Pflegedienst unbesetzt sind. „Anstelle der restriktiven und unflexiblen Personalvorgaben brauchen wir einen Lösungsansatz für das ganze Krankenhaus“, sagte der NKG-Verbandsdirektor Helge Engelke. Die NKG setze daher große Hoffnungen in ein Instrument zur Personalbemessung, das die Deutsche Krankenhausgesellschaft gemeinsam mit Verbänden der Pflege und Gewerkschaften erarbeitet. Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) verteidigte hingegen die Personal-Vorgaben. Es seien unterschiedliche Maßnahmen nötig, um mehr junge Menschen für eine Pflege-Ausbildung zu begeistern und ältere Pflegekräfte, die in einen anderen Beruf gewechselt sind, zurückgewinnen. "Neben einer angemessenen Vergütung und mehr Wertschätzung gehört eindeutig auch die Reduzierung der hohen Belastung der Pflegenden dazu”, so Reimann.

Autor

 Hendrik Bensch

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