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Universitätsklinikum Ulm will Neuordnung bei RKU

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Das Universitätsklinikum Ulm will nicht länger mit den Sana Kliniken bei der RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm gGmbH zusammenarbeiten. Das Uniklinikum will Ende kommenden Jahres die Gesellschaft verlassen, teilte die Klinikgruppe mit. Bislang halten das Uniklinikum und die Sana Kliniken die Hälfte der Anteile. Grund für die Entscheidung sind unterschiedliche Vorstellungen zur künftigen Strategie der Kliniken mit den Schwerpunkten Orthopädie und Neurologie.

"Trotz jahrelanger, intensiver Bemühungen seitens des Universitätsklinikums Ulm ist es leider nicht gelungen, eine gemeinsame Konzeption für die künftige Entwicklung der universitären Neuromedizin in Ulm mit der Sana Kliniken AG zu erreichen", teilte das Universitätsklinikum mit. Auch sei Sana nicht bereit gewesen, dem Universitätsklinikum Ulm "Rechtsparität" und damit "echte Mitwirkungsmöglichkeiten" bei wichtigen Entwicklungsfragen einzuräumen. „Es ist nicht akzeptabel, dass wir als 50-prozentiger Miteigentümer keinen entsprechenden Einfluss auf relevante Entscheidungen der Gesellschaft RKU haben, insbesondere, wenn sie das Zusammenwirken von RKU und Universitätsklinikum betreffen“, so Udo X. Kaisers, Vorstandsvorsitzender und Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Ulm. Auch eine Integration des RKU in die Masterplanung von Universitätsklinikum und Universität Ulm sei nicht möglich gewesen. Ziel ist dabei, die Kliniken am Standort "Oberer Eselsberg" zu konzentrieren. „Eine Konsolidierung sämtlicher Fachabteilungen am Oberen Eselsberg in unmittelbarer Nähe zur Universität dient am besten den Zielen der Universitätsmedizin in Forschung, Lehre und Krankenversorgung“, so Kaisers.

Weitere neurologische Versorgungsangebote am Oberen Eselsberg seien für die Versorgung der Bevölkerung "weder bedarfsnotwendig", noch werde dies "den gebotenen Qualitätsanforderungen an die neurologische Spitzenmedizin gerecht", hält Sana entgegen. "Die vom Universitätsklinikum Ulm geforderte Integration des RKU in das Universitätsklinikum würde darüber hinaus zu investiven Mehrkosten im dreistelligen Millionenbereich führen", heißt es auf Nachfrage von BibliomedManager.

Das Universitätsklinikum bietet nun an, die RKU-Anteile von Sana zu übernehmen. Die Sana Kliniken wollen den Wunsch der Uniklinik prüfen, teilte die Klinikgruppe mit.

Autor

 Hendrik Bensch

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